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Beschwerden in Borgstedt : Unruhe auf dem kleinen Friedhof

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Fahrradfahren und Spielen auf dem Friedhof in Borgstedt sind verboten. Dennoch werden die Hinweisschilder missachtet. Der Bürgermeister appelliert an die Vernunft der Bürger.

In Borgstedt dürfen die Wege, die über den kleinen Friedhof führen, als Verbindung zwischen Gärtnerweg und Kappellenweg genutzt werden. Um die Totenruhe nicht zu stören und Angehörige bei der Andacht nicht zu verletzen, weisen Schilder zu Beginn des Verbindungsweges deutlich darauf hin, dass Fahrradfahren und Spielen auf dem Friedhof verboten und Hunde an der Leine zu führen sind.

Scheinbar nicht offensichtlich genug, wie nun erneut bei der Gemeindevertretersitzung deutlich wurde: „Wiederholt werden Beschwerden an mich heran getragen, wonach Hunde frei herumlaufen und ihr Geschäft auf den Gräbern verrichten. Anstatt vom Fahrrad abzusteigen, werden Friedhofsbesucher fast noch umgefahren und beschimpft. Kinder verwechseln den Friedhof mit einem Spielplatz und zertreten beim Toben die Gräber. Die Zunft der Unvernünftigen hat scheinbar zugenommen, das können wir nicht länger so hinnehmen“, sagte ein sichtlich erboster Bürgermeister Gero Neidlinger. Das sei eine klare Störung der Friedhofsruhe und verstoße gegen Recht.

Der Hinweis auf ordnungsrechtliche Verfolgung bei Zuwiderhandlung scheine nicht genug abzuschrecken. Daher beschloss die Vertretung auf ihrer Sitzung, eine noch auffälligere Beschilderung aufzustellen. „Sollte das nichts bringen, werden der Kirchenvorstand und die Gemeinde den Weg komplett für die Nutzung sperren“, sagte Neidlinger. Das solle aber das letzte Mittel der Wahl sein. Er appellierte an die Vernunft der Bürger und wies darauf hin, dass jeder Verstoß zur Anzeige gebracht wird.

Weitere Beschlüsse der Vertretung betrafen die Baugebiete „Rossdahl“ und „Eiderblick“. Beim Einrichten einer Geschwindigkeitsbegrenzung in der Straße Rossdahl werde dem Wunsch der Anwohner nach einer Spielstraße entsprochen. „Die baurechtlichen Voraussetzungen dafür sind gegeben, so dass es seitens der Verkehrsaufsicht keine Einwände geben dürfte“, teilte Neidlinger mit.

Die Erschließung und Bebauung des Gebiets „Eiderblick“ sei soweit fortgeschritten, dass es an der Zeit sei, Straßenname und Hausnummern zu vergeben, berichtete Neidlinger. Einstimmig wurde beschlossen, die Erschließungsstraße nach dem Arbeitstitel „Eiderblick“ zu benennen. Die Nummerierung der Häuser erfolgt fortlaufend, das gilt auch für die Doppelhäuser.

Das Thema „Sanierung der Rader Hochbrücke“ beschäftigte ebenfalls die Gemeinde Borgstedt. „Wir wurden als Gemeinde nicht in die Planungen mit einbezogen und erfuhren aus der Presse über die Arbeiten an der Eider und Borgstedter Enge. Ich habe mich mit einem Schreiben an den Wirtschaftsminister gewandt und mich über die mangelnde Informationspolitik beschwert. Zudem erfolgte der Transport von schwerem Gerät über den Treidelweg, der an einigen Stellen beschädigt wurde“, berichtete Neidlinger. Immerhin habe sein Schreiben Wirkung gezeigt. Ab sofort werde die Gemeinde in die Pläne und Abstimmungsgespräche mit einbezogen.

Und auch für die Sanierung des Treidelweges wurden Zuschüsse zu den Kosten in Aussicht gestellt. Einen Kostenzuschuss wird es wohl auch für die Überarbeitung der Aktionspunkte am Rundwanderweg geben. Die Beschilderung sei bereits erneuert. Für das Aufstellen von kleinen Spiel- und Fitnessgeräten winken Zuschüsse aus dem GEP-Fonds und eine Förderung durch die Aktivregion. Dadurch könnte der Eigenanteil der Gemeinde an dem Projekt um ein Vielfaches verringert werden. Dazu müsse aber erst einmal der Förderbescheid abgewartet werden.

Um ebenfalls in den Genuss von EU-Fördermitteln im Rahmen der integrierten Entwicklungsstrategie beim Umsetzen von Maßnahmen zur Daseinsvorsorge für die Förderperiode 2015 bis 2020 zu kommen, sei das Benennen klar definierter Ziele notwendig. Im April fand bereits eine Einwohnerversammlung zum Projekt „Mehrgenerationendorf II - darüber sollten wir reden“ statt. Derzeit würden die Vorschläge weiter konkretisiert. Dazu werde es weitere Bürgerbeteiligungen geben, um das Know How der Bewohner zu nutzen, sagte Neidlinger. Er sei sich sicher, dass sie zu brauchbaren Ergebnissen kommen werden.

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erstellt am 22.Sep.2013 | 16:30 Uhr

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