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Elsdorf-Westermühlen : Unglückliche Umstände

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Reinigungsmittel verursachten offenbar den Chlorgas-Alarm im Schwimmbad von Elsdorf-Westermühlen. Eine technische Ursache kann nach Mitteilung des stellvertretenden Bürgermeisters ausgeschlossen werden.

In den beiden Schwimmbecken des Elsdorfer Freibads glitzert das Wasser, ruhig und verlassen liegt das Gelände da und wartet auf die Badegäste. Nichts deutet mehr auf den Vorfall von vergangener Woche hin, als sich ein Mitarbeiter bei Reinigungsarbeiten verletzte und mit Verdacht auf Chlorgas-Vergiftung ins Krankenhaus eingeliefert wurde. Die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehren Elsdorf-Westermühlen und Rendsburg und des Löschzugs Gefahrgut des Kreises Rendsburg-Eckernförde waren im Einsatz, um den Vorgang mit pH-Wert-Messungen und Tests zu rekonstruieren. Der Einsatzbefehl lautete Chlorgas-Unfall. „Mittlerweile wissen wir, dass es kein Chlorgas aus der Anlage war, sondern vermutlich die Ausgasungen von chlorhaltigen Reinigungsmitteln, mit denen der Mitarbeiter die Beckenwände eingesprüht hatte“, teilte nun der stellvertretende Bürgermeister und Vorsitzende des Planungsausschusses, Oliver Naeve, mit.

An dem Tag sei es sehr warm und stickig gewesen, so dass sich wahrscheinlich Dämpfe bildeten und im Becken sammelten. Da sie ebenso wie Chlorgas schwerer sind als die Umgebungsluft, konnten sie nicht entweichen. „Eine Verkettung unglücklicher Umstände“, so Naeve. Die Anlage und das Pumpensystem jedenfalls seien völlig in Ordnung und waren nicht die Ursache für den Vorfall.

Das will sich die Gemeinde in der nächsten Woche durch einen Gutachter bestätigen lassen. „Damit wir das einmal schwarz auf weiß haben“, so Naeve und weist darauf hin, dass sich der für Sonnabend, 31. Mai, vorgesehene Eröffnungstermin dadurch verschieben wird. Wann das Freibad öffnet, werde nächste Woche bekannt gegeben.

Bei dem Leck handelte es sich um eine noch undichte Wasserrohrverbindung, aus der in kleinen Mengen Wasser tropfte. Einen Tag vor dem Unglück seien die Rohre repariert worden. Vorsichtshalber hatten die Einsatzkräfte Chemikalienbinder im Bereich des Lecks ausgestreut. Mittlerweile ist die Rohrverbindung abgedichtet. Der verunglückte Mitarbeiter selbst sei auf dem Weg der Besserung, er konnte mittlerweile das Krankenhaus verlassen und erholt sich zu Hause von dem Vorfall: „Er wird keine Folgeschäden davontragen, darüber sind wir sehr froh“, teilte Oliver Naeve mit.

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