Rendsburg : Unfall im Kanaltunnel – drei Verletzte nach Zusammenstoß

Der Kanaltunnel musste heute morgen voll gesperrt werden.
Der Kanaltunnel musste heute morgen voll gesperrt werden.

Langer Stau vorm Kanaltunnel: Wegen eines Unfalls musste die Strecke am Donnerstagmorgen für eine Stunde gesperrt werden.

shz.de von
30. Juli 2015, 16:10 Uhr

Rendsburg | Rund eine Stunde war am Donnerstagmorgen der Kanaltunnel in Rendsburg nach einem Unfall voll gesperrt. Drei Menschen wurden verletzt, darunter ein elfjähriger Junge. Das teilte die Polizei mit.

Gegen 7.30 war der 26-jährige Fahrer eines 3er BMW in Richtung Süden unterwegs, als er im Tunnel einen entgegenkommenden Lkw touchiert. Daraufhin geriet er in den Gegenverkehr und stieß frontal mit einem Mercedes zusammen. Der BMW-Fahrer wurde schwer verletzt, ebenso der Fahrer (48) des Mercedes. In dem Mercedes wurde der elfjährige Schüler verletzt. Er erlitt einen Schock. Der Lkw-Fahrer blieb unverletzt. Die Verletzten wurden in die Imlandklinik eingeliefert.

Die beiden Pkw wurden stark beschädigt und mussten abgeschleppt werden. Der Sachschaden beträgt mindestens 50.000 Euro. Während der Behandlung wurde beim Unfallverursacher Atemalkoholgeruch festgestellt. Eine Blutprobe wurde entnommen, der Führerschein beschlagnahmt.

Der Verkehr musste zunächst umgeleitet werden. Es kam zu Verkehrsbehinderungen.

Der Stau löste sich nur langsam auf. Gegen 8.40 Uhr war die Unfallstelle dann nach gut einer Stunde Vollsperrung geräumt. Für Verwirrung sorgte allerdings ein Audi. Mehrere Verkehrsteilnehmer meldeten kurz darauf das Fahrzeug, das rund 50 Meter vor dem Tunnel in Fahrtrichtung Norden trotz des sich auflösenden Staus nicht wieder anfuhr.

Eine Funkstreife wurde entsandt, um den Sachverhalt zu klären. Möglicherweise benötigte der Fahrer Hilfe. Der Verkehrsfluss, so die Beamten, war zäh, jedoch einigte man sich offenbar jeweils mit dem Gegenverkehr und fuhr wechselseitig an dem Audi vorbei.

Als die Beamten mit dem Funkwagen endlich neben dem Audi auf gleicher Höhe standen, sahen sie den Fahrer mit zurückgelehntem Kopf auf dem Sitz. Als sie sich lautstark Aufmerksamkeit verschafften, schreckte der Mann ganz offenbar aus seinem Tiefschlaf hoch. Erst jetzt bemerkte er, dass es vor ihm weiter ging.

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