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Sejad Salihovic : Unbequeme Frage an einen HSV-Star

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Zwei Profis des HSV besuchen Fanclubs in der Region. In Bredenbek spricht Sejad Salihovic auch über kritische Themen.

shz.de von
erstellt am 30.Okt.2017 | 14:02 Uhr

Dieses Wochenende stand Schleswig-Holstein für den Fußball-Bundesligisten Hamburger SV im Blickpunkt der Fanbetreuung. „Wir sind heute an neun verschiedenen Orten in Schleswig-Holstein. Die Fanbetreuung der über 900 HSV-Fan-Clubs ist uns ganz wichtig“, betonte Joachim Ranau, in dessen Händen die Leitung der Fanbetreuung liegt. Ziele waren unter anderem Bredenbek und Rendsburg.

In Bredenbek ist der HSV-Fan-Club „Uns Uwes Erben Bovenau/Bredenbek“ beheimatet. Über 50 Mitglieder und Fußball-Interessierte freuten sich, dass HSV-Spieler Sejad Salihovic an der Seite von Ranau, der die Veranstaltung locker moderierte, es sich nicht nehmen ließ, in der Bredenbeker „Hütte“ Rede und Antwort zu stehen. Mit dem gebürtigen Bosnier, der einst bei Hertha BSC und der TSG Hoffenheim spielte und erst seit dem 13. September 2017 beim HSV unter Vertrag steht, hatten die HSV-Fans einen sehr angenehmer Gesprächspartner.

Nach einleitenden Worten von Dieter Pahlke, 2. Vorsitzender des Bredenbeker Fan-Clubs, konnten Fragen gestellt werden. Ausgearbeitet hatte sie der Fan-Club, vorgetragen wurden sie meist von Kindern. So wollte Emil Schaaf (11) wissen, ob es für einen jungen Profi empfehlenswert sei, in China zu spielen. Eine Empfehlung des HSV-Spielers, der 16 Monate in Peking spielte, gab es nicht. „Die Strukturen sind noch lange nicht so weit wie in Europa“, meinte der Neu-HSVler, der übrigens sein Bundesliga-Debüt im Hertha-Trikot 2004 gegen den HSV gegenem jatte. „Das haben wir gewonnen“, erklärte der 33-Jährige. Mit „wir“ meinte er den HSV. Diese Begegnung sei ihm unvergessen geblieben. Er fühle sich beim HSV sehr wohl. Als seinerzeit HSV-Trainer Markus Gisdol anrief, habe er mit seiner Zusage für den Bundesliga-Dino keine Sekunde gezögert.

Natürlich war auch die 1:2 Niederlage vom Sonnabend ein Thema. „Das mussten wir nicht verlieren. In den letzten 20 Minuten waren wir überlegen. Wenn uns das von Anfang an gelungen wäre, hätten wir mindestens einen Punkt aus Berlin mitgenommen“, bemerkte der Bosnier. Da hakte HSV-Fan Hans-Jürgen Krüger gleich nach: „Ihr habt ganz schlechte Ecken und Freistöße getreten, immer auf den ersten Pfosten gespielt. Übt ihr das im Training nicht?“ Die Antwort des HSV-Spielers: Es werde geübt, doch im Spiel klappe das nicht immer. So richtig zufrieden war Krüger mit dieser Aussage nicht, was seinem Gesichtsausdruck deutlich zu entnehmen war.

Natürlich war auch der prekäre Tabellenstand ein Thema; derzeit befindet sich der Verein auf dem drittletzten Platz in der Liga. Auch in diesem Jahr will der HSV natürlich die Klasse halten. „Wir müssen das Ganze positiv angehen und werden uns zerreißen. Dafür brauchen wir auch die Fans“, sagte Salihovic. Für die Fans hatte er ein großes Lob parat: „Die sind mit großer Leidenschaft dabei und haben uns im letzten Jahr manchen Punkt gebracht.“

Auch der Einsatz von jungen Spielern wie Jann-Fiete Arp und Tatsuya Ito war ein Thema. Diesbezüglich forderte Salihovic, bei schwächeren Leistungen die jungen Spieler, die zuvor bei guten Spielen bejubelt wurden, nicht auszupfeifen. Das führe bei den Spielern nur zu Verunsicherung. Einblick gab Salihovic auch in die Stimmungskanonen-Tabelle im Team: Diese Rangliste führen demnach Kyriakos Papadopoulos, Lewis Holtby und Sven Schipplock an.

In Rendsburg beim OFC („Offizieller Fan-Club des HSV“) rührte unterdessen Stürmer Luca Waldschmidt, der in der letzten Saison dem HSV die Klasse gesichert hatte, die Werbetrommel für den Verein. Er wurde zum Ehrenmitglied des Vereins ernannt.

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