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Umtriebiger Unternehmer: 90. Geburtstag von Werner Vollert

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Büdelsdorf/Rendsburg | Das Unternehmen ist sein Leben. Zwei bis drei Mal in der Woche stattet Werner Vollert daher der Unternehmenszentrale einen Besuch ab - auch im Alter von 90 Jahren. Seinen hohen Geburtstag feierte er jetzt im Kreise von 110 Gästen im Rendsburger Conventgarten.

"Ich bin ein Sonntagskind", sagt der Jubilar von sich. Vielleicht einer der Gründe, warum es ihm gelang, ein immer noch expandierendes Geschäft ins Leben zu rufen. "Ich habe immer was Neues gewagt, immer nach Rechts und Links geschaut", erzählt er. Die Werner Vollert GmbH & Co.KG begann am 1. Juli 1957 mit drei Mann und beschäftigt heute mehr als 150 Mitarbeiter in verschiedenen Tätigkeitsfeldern. Auch die drei Vollert-Kinder arbeiten im Betrieb, "alle in leitender Stellung", so der Jubilar.

Werner Vollert besuchte als junger Mann die Bauschule in Eckernförde, wurde dann eingezogen und im Zweiten Weltkrieg vier Mal verwundet. Als junger Leutnant der Reserve kehrte er zurück. Noch während des Krieges heiratete er. Vor einem Monat hat des Paar seine Diamantene Hochzeit gefeiert. Ehefrau Anneliese stammt von einem Bauernhof in Damendorf, den Vollert auch einige Zeit bewirtschaftet hatte. Doch Kühe und Schweine gibt es dort nicht mehr, statt dessen Wohnungen.

Zehn Jahre lang war Werner Vollert als Tiefbauingenieur tätig, bevor er die Tiefbaufirma gründete, die 1961 ihren Sitz in den Büdelsdorfer Kortenfohr verlegt, wo auch heute noch die Zentrale angesiedelt ist. Es war genau der richtige Zeitpunkt: Nach dem Krieg mussten Straßen repariert werden. Dann kam die Tunnel-Baustelle hinzu, bei der das Unternehmen auch zu tun hatte.

Doch der umtriebige Unternehmer hielt stets die Augen nach anderen Geschäftsfeldern offen. 1967 wurde die Werner Vollert Städtereinigung gegründet. Es folgte die Rendsburger Gerätebau-Gesellschaft, die Bagger und Raupen kauft und vermietet. Zur Zeit, erklärt Vollert, stünden 20 Bagger auf dem Gelände. Auch auf dem Entsorgungssektor war und ist der Betrieb aktiv. Zwar verkaufte Werner Vollert diesen Unternehmenszweig 1997, aber im Vertrag war lediglich ein fünfjähriges Berufsverbot festgelegt. Nach Ablauf dieser Frist wurde er wieder in diesem Segment aktiv. Inzwischen gibt es noch die Vollert-Rohrsanierung und eine Immobilien-Gesellschaft.

"Man muss zufrieden sein", sagt Werner Vollert. Schließlich ist er nach eigenen Worten "noch immer gut zu Wege". Zu den Mitarbeitern in führenden Positionen hält er noch immer regen Kontakt. Und für die Zukunft des Unternehmens ist gesorgt. Die Auftragslage ist gut - und alle drei Kinder haben jeweils wieder drei Kinder.

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erstellt am 16.Aug.2013 | 03:09 Uhr

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