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Boom am Kanal : Umschlag im Kreishafen legt kräftig zu

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

An der Rendsburger Hafenkante wurden 37,5 Prozent mehr Güter als im Jahr zuvor bewegt – und die Splitt-Lieferungen für den bayerischen Betonbauer Max Bögl laufen erst an.

shz.de von
erstellt am 04.Aug.2014 | 11:46 Uhr

Die Hafenwirtschaft am Kanal befindet sich weiter im Aufwind. Nachdem der Rendsburg Port in Osterrönfeld kürzlich positive Halbjahreszahlen bekannt gab (wir berichteten), meldet nun auch der Kreishafen gegenüber einen kräftigen Anstieg des Umschlags. Von Januar bis Ende Juli wurden 283 351 Tonnen Güter bewegt – 37,5 Prozent mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres (206 077 Tonnen). Ein weiterer erfreulicher Aspekt: In dieser Menge sind erst rund 11 000 Tonnen Splitt enthalten, die auf die Ansiedlung und Eröffnung des Bögl-Werks in Osterrönfeld Mitte Juli zurückzuführen sind. „Die Bögl-Umschläge beginnen jetzt erst“, sagt Pascal Ledune, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderungsgesellschaft (WFG) des Kreises, der Betreiberin des Kreishafens. Im kommenden Jahr rechne man mit 80 000 bis 100 000 Tonnen Umschlag allein für das Fertigteile-Werk auf Osterrönfelder Seite. Nach vorsichtigen Schätzungen dürfte der Anteil der Bayern am gesamten Gütervolumen im Rendsburger Kreishafen dann etwa ein Viertel betragen. Zur Herstellung von Turmsegmenten für Windkraftanlagen benötigt Bögl bergeweise Schüttgut, für das der Rendsburg Port weder zugelassen noch ausgerüstet ist. Der gelöschte Splitt aus Norwegen wird deshalb am Kreishafen zunächst zwischengelagert, bevor es auf der Straße weitergeht. In 40-Tonnern wird das Material durch den Kanaltunnel auf die andere Kanalseite gebracht.

„Wir gehen davon aus, dass wir ein sehr gutes Jahresergebnis erzielen werden, was die Tonnage angeht“, sagt Ledune. Auch Kreishafen-Betriebsleiter Dieter Daxenberger stimmt die Halbjahresbilanz optimistisch. Er rechne damit, dass im Oktober das Umschlagsergebnis des gesamten Vorjahres erreicht werde. Laut Ledune sind es vor allem die klassischen Massengüter wie Futter- und Düngemittel, die das Ergebnis in die Höhe treiben. Ein Grund: Die Raiffeisen Hauptgenossenschaft hat ihr Flensburger Futtermittelwerk stillgelegt, ein Drittel des Umschlags wechselte an den Kanal. Darüber hinaus sorgen die Spätfolgen von Orkan „Christian“ für Arbeit. 28 168 Tonnen Sturmholz aus ganz Schleswig-Holstein wurden seit Januar im Kreishafen verladen.

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