Zukunftswerkstatt : Umland soll von Hohenwestedt profitieren

Jugendfußball auf Wilhelmshöhe: Der Sportplatz soll mit einer besseren Flutlichtanlage ausgestattet werden.
Jugendfußball auf Wilhelmshöhe: Der Sportplatz soll mit einer besseren Flutlichtanlage ausgestattet werden.

Der demografische Wandel erfordert die Anpassung der Infrastruktur – in Mittelholstein gibt es dafür eine Modellregion.

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16. Juli 2014, 15:26 Uhr

Im Rahmen einer Zukunftswerkstatt wurde im Sport- und Jugendheim das „Zukunftskonzept Daseinsvorsorge“ für Hohenwestedt und 19 Umlandgemeinden vorgestellt. Hohenwestedt ist in das Städtebauförderungsprogramm „Kleinere Städte und Gemeinden – überörtliche Zusammenarbeit und Netzwerke“ aufgenommen worden. Das Ziel besteht darin, im Ort Hohenwestedt Einrichtungen und Angebote der Daseinsvorsorge zu schaffen, zu erhalten oder zu verbessern, von denen auch die Bevölkerung der Umlandgemeinden profitieren soll. Unter die Rubrik fallen zum Beispiel die medizinische Versorgung, Kinderbetreuungs- und Bildungsangebote, Kulturveranstaltungen, Einrichtungen für Senioren sowie Sport- und Freizeitangebote.

Um zu ergründen, wo in all diesen Bereichen „der Schuh drückt“, wurde das Hamburger Büro Gewos beauftragt, die Bedarfssituation in Hohenwestedt und den Umlandgemeinden zu ergründen und Lösungsansätze zu entwickeln.

„Warum wird überhaupt so ein Konzept erstellt?“, fragte Daniel Hofmann von Gewos zum Auftakt der Zukunftswerkstatt: „Weil sich die Altersstruktur verschiebt und sich andere Bedarfe ergeben, wodurch eine Anpassung der Infrastruktur gefordert ist.“ Hohenwestedt ist dabei als Pilotgemeinde ausgesucht worden, weshalb die Arbeit der Gewos-Wissenschaftler vom Innenministerium finanziert wird. Das Untersuchungsgebiet umfasste Hohenwestedt, die Dörfer des ehemaligen Amtes Hohenwestedt-Land sowie Brinjahe, Embühren, Stafstedt, Luhnstedt und Poyenberg.

„Die Rolle Hohenwestedts als Unterzentrum ist sehr, sehr wichtig für die Umlandgemeinden“, betonte Sabine Pötzsch von Gewos und zählte drei Leitziele auf, die in den Arbeitsgruppen entwickelt wurden: eine stärkere Vernetzung von Hohenwestedt mit den Umlanddörfern sowie der Umlandgemeinden untereinander, Aufrechterhaltung und punktueller Ausbau der Angebote sowie die Stärkung Hohenwestedts als regionales Dienstleistungs- und Versorgungszentrum.

Sabine Pötzsch stellte die erarbeiten Zielsetzungen vor, unter anderem: Optimierung des öffentlichen Personennahverkehrs, barrierefreie Mobilität, gute Rahmenbedingungen für Ehrenamtler, Gewährleistung bedarfsgerechter Kinderbetreuung, Sicherung eines attraktiven Lernumfelds, Erhalt und Instandsetzung öffentlicher Sportanlagen, Schaffung von attraktiven Freizeitangeboten für alle Generationen.

Anschließend begann die eigentliche Zukunftswerkstatt, bei der die Teilnehmer Gelegenheit hatten, Zettel mit eigenen Projektideen an Stellwände zu kleben. Die dabei gesammelten Vorschläge (zum Beispiel: Wasserspielplatz im Park, mehr Parkplätze in Schulnähe, Mitfahrbörse) würden nun noch in das „Zukunftskonzept Daseinfürsorge“ aufgenommen, versicherte Hofmann. Über das fertige Konzept wird in allen 20 Gemeindevertretungen des Untersuchungsgebiets abgestimmt, ehe es dem Innenministerium vorgelegt wird.

„Wir hoffen, dass wir alle vom Städtebauförderungsprogramm profitieren werden“, sagte Hohenwestedts Bürgermeister Holger Bütecke, „vielleicht können wir schon im Herbst 2014 oder im Frühjahr 2015 eins der Projekts anschieben.“

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