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Landeszeitung

13. Dezember 2017 | 20:32 Uhr

Überraschung im alten Hotelballsaal

vom

Pastor und Museumsvereinschef forschen nach den Ursprüngen der Jugendstilmalereien / Bilder und Informationen gesucht

shz.de von
erstellt am 16.Aug.2013 | 03:09 Uhr

Hohenwestedt | Bei Abrissarbeiten am Hotel "Zur Post" in der Hohenwestedter Lindenstraße machten Pastor Christian Carstens und der Vorsitzende des Museumsvereins, Hans Redinger, eine interessante Entdeckung: Im alten Ballsaal, der in den 60er- Jahren teilweise zu Hotelzimmern umgebaut worden war, fanden sie am Deckengewölbe Zeichnungen im Jugendstil. Carstens, der auch Kunsthistoriker ist, und Redinger vermuten, dass diese Malereien mit der Errichtung des Hotels um 1900 angefertigt wurden - auf den ersten Blick ganz in der Art des damals aufkommenden Jugendstils.

Dabei handelt es sich um Malereien von Figuren- und Blumenbändern direkt auf der Gipsunterlage an der Holzdecke. Wer der Künstler war und wann die Malereien angefertigt wurden, ist leider bisher nicht zu ermitteln gewesen. Daher bittet der Museumsverein Hohenwestedt die Bevölkerung um Mithilfe bei der Aufklärung. Der Saal wurde bis in die 60er- Jahre als Tanz- und Festsaal für eine Vielzahl von Veranstaltungen genutzt, so unter anderem auch für das alljährliche Vogelschießen der Schulen im Ort. Dann wurde jedoch ein Teil des Saals zu Hotelzimmern umgewandelt. Seinerzeit wurde das damalige Butterwerk (heute Deutsches Milchkontor) in Hohenwestedt gebaut und daher für Handwerker und Vertreter Zimmer benötigt, vermutet Hans Redinger. Säle habe es damals hingegen wohl genügend im Ort gegeben.

Nun möchten die Historiker wissen, wer Auskunft geben kann über weitere Veranstaltungen im Ballsaal, den oder die Künstler und wann die Malereien tatsächlich angefertigt wurden. Weiterhin ist der Museumsverein daran interessiert, Fotomaterial über Veranstaltungen im Festsaal des Hotels "Zur Post" oder wie es früher hieß "Holsteinisches Haus" für sein Archiv zu sammeln. Möglicherweise sind die Malereien auf Fotos zu erkennen. Inzwischen wurde das Hotel abgerissen (wir berichteten) und die Malereien sind zerstört.

Falls Bürgerinnen und Bürger dem Museumsverein Bilder, Fotos oder Informationen zukommen lassen möchten, wenden sie sich bitte an Hans Redinger, Telefonnummer 04871/8184, E-Mail-Adresse: hjredinger@web.de. Von den Fotos würden dann Kopien angefertigt.

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