Hohenwestedt : Übernachtungshütte im Schwimmbad

Gemeinde hofft auf Fördermittel: Die Gemeindevertretung gab ein Konzept für eine nachhaltige Weiterentwicklung des Freibads „Ludwigslust“ in Auftrag.
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Gemeinde hofft auf Fördermittel: Die Gemeindevertretung gab ein Konzept für eine nachhaltige Weiterentwicklung des Freibads „Ludwigslust“ in Auftrag.

Die Gemeinde Hohenwestedt will das Freibad „Ludwigslust“ mit Hilfe der Städtebauförderung weiterentwickeln. Geplant sind unter anderem Übernachtungshütten, eine Sanierung des Schwimmbeckens, Internet im Strandkorb und eine E-Bike-Station.

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01. November 2013, 06:00 Uhr

Die Freiwillige Feuerwehr Hohenwestedt übernimmt den Brandschutz in der Nachbargemeinde Jahrsdorf. Die Hohenwestedter Gemeindevertretung billigte in ihrer Sitzung am Mittwochabend einen öffentlich-rechtlichen Vertrag, in dem die Modalitäten der Übernahme des Brandschutzes und der Hilfeleistungen in der Gemeinde Jahrsdorf durch die Gemeinde Hohenwestedt geregelt sind. Die Jahrsdorfer Kommunalpolitiker hatten diesem Vertrag bereits am 12. September zugestimmt (wir berichteten).

„Wir führen den Brandschutz bereits seit vier Tagen aus“, stellte Bürgermeister Holger Bütecke mit Blick auf das Inkrafttreten des Vertrags am 26. Oktober fest, „die Jahrsdorfer können also weiter ruhig schlafen: Unsere Feuerwehr rückt aus.“ Am vergangenen Montag hätten die Hohenwestedter Feuerwehrleute orkanbedingt Schwerstarbeit verrichten müssen, so Bütecke: „Von 14 Uhr bis 2 Uhr früh sind die Kameraden zu 30 Einsätzen ausgerückt.“ Über 50 Bäume seien in Hohenwestedt vom Sturmtief „Christian“ entwurzelt worden. Weil im Park Wilhelmshöhe ein Ast abgebrochen war, wurden alle Zugänge zum Park zwei Tage lang gesperrt. „Das Zusammenspiel von Feuerwehr und Bauhof klappt bei uns ausgezeichnet“, lobte der Bürgermeister.

„Wir können uns glücklich schätzen, dass wir in dies Programm gerutscht sind“, betonte Bütecke, als der Gemeinderat die Planungen für ein erstes Großprojekt im Rahmen des Städtebauförderungsprogramms „Kleinere Städte und Gemeinden“ in Auftrag gab: eine umfassende Weiterentwicklung des Freibads „Ludwigslust“. Eine damit befasste Arbeitsgruppe hat bereits eine Vielzahl von Ideen erarbeitet, beispielsweise den Bau von Übernachtungshütten, die Anlage von Wohnmobilstellplätzen, eine Veränderung der Beckenstruktur, eine Mietstation für E-Bikes und ein offenes Hochleistungs-WLAN für „Internet im Strandkorb“.

Inklusive der notwendigen Sanierung des Schwimmerbeckens könnte dies ehrgeizige Projekt „vielleicht drei Millionen Euro“ (Bütecke) kosten. Falls die Maßnahme im Frühsommer 2014 vom Innenminister als förderfähig genehmigt wird, könnten bis zu 80 Prozent der Kosten durch Städtebauförderungsmittel getragen werden. „Das ist eine Chance, die wir nutzen müssen“, sagte der Bürgermeister, und die Gemeindevertretung beschloss, ein Planungsbüro mit einem Konzept zur nachhaltigen Weiterentwicklung des Freibads zu beauftragen.

Bereits den Bauauftrag erteilten die Gemeindevertreter für zwei Baumaßnahmen in der Rektor-Wurr-Straße: eine Querungshilfe für Kindergartenkinder, die mit dem Schulbus gebracht werden (Kostenpunkt: 21 500 Euro), und eine Umgestaltung und Vergröße rung des Parkplatzes vor der kommunalen Kindertagesstätte (46 100 Euro). Auf 95 500 Euro beläuft sich der Gemeindeanteil an der Erweiterung des Kreisverkehrs an der Landesstraße 123 im Bereich Böternhöfen/Friedrichsruh. Mit einem Außendurchmesser von 30 Metern hat der Kreisel nicht die für Schwerlastverkehr erforderlichen Dimensionen. Die Baukosten werden auf 250 000 Euro geschätzt, von denen Land und Gemeinde jeweils die Hälfte übernehmen, wobei der Gemeindeanteil zu 50 Prozent bezuschusst wird, sich aber noch durch Ingenieurgebühren (32 700 Euro) auf fast 100 000 Euro erhöht.

Auf Empfehlung des Bauausschusses beschloss der Gemeinderat, den eigentlich für 2012 geplanten, wegen seinerzeit knapper Haushaltsmittel aber zurückgestellten Ausbau des Conradirings im kommenden Jahr in Angriff zu nehmen. „Alle Wünsche der Anlieger sind in den Ausbauplan eingeflossen“, berichtete Bütecke, „lasst uns das 2014 bauen, dann haben wir wieder eine Straße fertig.“

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