Amt Mittelholstein : Über Tempo 30 entscheidet das Amt

Aufgabenübertragung: Für die Einrichtung von Tempo-30-Zonen an Gemeindestraßen ist in Zukunft das Amt  zuständig.
1 von 2
Aufgabenübertragung: Für die Einrichtung von Tempo-30-Zonen an Gemeindestraßen ist in Zukunft das Amt zuständig.

Das Amt Mittelholstein übernimmt Aufgaben des Kreises und ist künftig auch zuständig für Baumschutz und Volksfeste in der Region. Dafür übernimmt der Kreis die Zuständigkeit für Spielhallen.

shz.de von
12. November 2013, 06:00 Uhr

Über die Einrichtung von Tempo-30-Zonen auf Gemeindestraßen entscheidet in Zukunft das Amt Mittelholstein und nicht mehr der Kreis Rendsburg-Eckernförde. Diese Neuregelung ist Teil eines öffentlich-rechtlichen Vertrags zur Übertragung von Aufgaben des Kreises an das Amt, den der Amtausschuss des Amtes Mittelholstein in der jüngsten Sitzung billigte. Weitere Aufgaben, die der Kreis an das Amt abgibt, betreffen den Baumschutz auf der Grundlage von Baumschutzsatzungen sowie straßenverkehrsrechtliche Anordnungen im Zusammenhang mit örtlichen Veranstaltungen wie Märkten und Volksfesten. „Das sind alles Aufgaben, die vor Ort besser erledigt werden können“, erklärte Amtsdirektor Stefan Landt. Im Gegenzug überträgt das Amt die Aufsicht über Spielhallen an den Kreis.

Einstimmig verabschiedete der Amtsausschuss den Haushalt für 2014, wobei der Verwaltungsetat auf 5 237 300 Euro und der Vermögensetat auf 1 231 400 Euro festgesetzt werden. Dank der um insgesamt 15 Prozent gestiegenen Finanzkraft der amtsangehörigen Gemeinden könne man sowohl die Amtsumlage (von 16,83 auf 16,33 Prozent) als auch die Zusatzumlage (von 2,05 auf 1,77 Prozent) senken, berichtete Landt. „Auch mit diesen niedrigeren Umlagen können wir den Haushalt ausgleichen“, erklärte der Amtsdirektor.

Der im zweiten Nachtragsetat auf knapp 10 000 Euro geschrumpften Rücklage des Amtes werden im Haushalt für das kommende Jahr 52 800 Euro zugeführt. Weiterhin stimmte der Amtsausschuss einem öffentlich-rechtlichen Vertrag zu, durch den das Amt Mittelholstein die Aufgabe der Brandschutzerziehung für die Gemeinde Wasbek mit übernimmt.

Begonnen hatte die Sitzung mit einer Lobrede von Amtsvorsteher Peter Thomsen auf die Hohenwestedter Zweigstelle der „rabs“ (gemeinnützige Gesellschaft für regionale Arbeits-, Beschäftigungs-, Qualifizierungs- und Serviceangebote). „Das ist eine wichtige Einrichtung, die Menschen aus dem Umkreis beschäftigt“, stellte Thomsen fest, „das Amt ist auch einer der besten Kunden, und es ist notwendig, diese Institution am Leben zu erhalten.“

Im „Kaufhaus Mehrwert“ der „rabs“ werden Langzeitarbeitslose an den Arbeitsmarkt herangeführt. „In der Zeit, in der wir leben, kann es schnell passieren, dass Menschen straucheln, die dann dort aufgefangen werden“, sagte Thomsen, „das ist eine ganz wichtige Institution für die Region, und ich kann nur an die Bürgermeister appellieren, dass die Gemeinden die Zuschüsse für die rabs, die das Amt bewilligt hat, anteilig übernehmen.“

zur Startseite
Karte

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen