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Landeszeitung

23. September 2017 | 22:01 Uhr

Triathlon : Über Kropp nach Hawaii

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Jan-Hinrich Klindworth, der den Kropp-Triathlon über die XL-Distanz (0,7 km Schwimmen – 21 km Rad fahren – 5 km Laufen) gewann, bereitet sich auf IronMan vor. Bei den Frauen gab es mit Anne Schmidt eine Überraschungssiegerin.

Sonne satt, warme Temperaturen in Luft und Wasser und dazu gute Stimmung am Streckenrand – exakt so wünschen sich Triathleten einen perfekten Wettkampftag. Dass sie genau das einmal Anfang Mai schon in Kropp erleben können, hatten sich die Stammgäste des Kropp-Triathlons nach den Erfahrungen der vergangenen Jahre nicht träumen lassen. „Besser kann man es eigentlich nicht haben und so passt es perfekt“, freute sich auch Martin Thomsen, der mit dem Organisationsteam von der DLRG Kropp und dem TSV Kropp das familiäre Sportfest im Freibad vorbereitet hatte.

Knapp 250 Athletinnen und Athleten aller Alters- und Leistungsklassen genossen das launige Sommerambiente und ließen Vorfreude auf den Triathlonsommer aufkommen. Nach dem Formtest in Kropp über die Volkstriathlon-Distanz haben sich auch die schnellsten Athleten des Tages für den weiteren Saisonverlauf klar definierte Ziele gesteckt. Von Debüts über die Olympische Distanz oder die IronMan-Distanz bis hin zu den Europameisterschaften reicht das Repertoire der Ambitionen, die einige Cracks nach dem Kropper Triathlon kund taten. Die Zielsetzungen von Anne Schmidt, die das Hauptrennen über die XL-Version des Volkstriathlons (0,7 km Schwimmen – 21 km Rad fahren – 5 km Laufen) gewann, fallen da vergleichsweise bescheiden aus. Nach genau zwei Jahren Wettkampfpause bestritt die 23-Jährige von den TriVelos Flensburg erstmals wieder einen Wettkampf und möchte nun im Juni ihren Einstand auf der Olympischen Distanz geben. In 1:08:23 Stunden gewann Schmidt vor Vorjahressiegerin Josephine Betche (Hamburg/1:08:39) und der Kielerin Lisa Schnoor (1:11:31). „Einen Sieg im Hauptrennen hatte ich nicht erwartet. Aber das Schwimmen liegt mir und auch danach lief es gut weiter“, erklärte die Flensburgerin nach ihrem Start-Ziel-Sieg.

Ein neuer Champion rannte auch bei den Männern ins Ziel. Der Braunschweiger Jan-Hinrich Klindworth zog auf der Radstrecke an dem nach dem Schwimmen führenden Itzehoer Jugend-Ass Fynn Sänger vorbei und gab die Spitzenposition nicht mehr ab. In 59:15 Minuten gewann der 27-Jährige mit klarem Vorsprung vor Sänger (1:01:17 Std.) und Oke Büll (Triathlonverein Dänischer Wohld/1:03:08). Für Klindworth, der für ein halbes Jahr in Rendsburg lebt und dort an der Masterarbeit seines Maschinenbau-Studiums feilt, war der Kropp-Triathlon eine Zwischenstation auf dem Weg zur IronMan-Weltmeisterschaft auf Hawaii. „Im Juni starte ich in Klagenfurt beim IronMan und möchte die Quali für Hawaii schaffen“, erläuterte der Sieger seine ambitionierte Zielsetzung für das Langdistanz-Debüt.

Internationale Meriten streben auch zwei „Alt-Internationale“ aus der Region an. Margit Bartsch von der SG Athletico Büdelsdorf demonstrierte als Gesamt-Sechste in 1:14:53 Stunden, dass sie auch mit 61 Jahren immer noch den Großteil der jüngeren Konkurrenz hinter sich lassen kann und auch 2016 berechtigte Hoffnungen haben darf, bei den internationalen Titelkämpfen um Medaillen ihrer Altersklasse mitkämpfen zu können. Helmut Schimmer vom TSV Fahrdorf deutete wenige Wochen vor seinem 70. Geburtstag an, dass mit ihm in der neuen Altersklasse zu rechnen ist. Der Routinier von der Schlei bereitet sich auf die Europameisterschaften vor, die Ende Mai in Lissabon stattfinden. Nach seinem Kropper Ergebnis (1:17:04 Std.) zeigte sich Schimmer optimistisch. „Am Laufen kann ich noch bisschen arbeiten, aber ansonsten kann die EM kommen“, erklärte der erfahrenste Triathlet.

Beim Volkstriathlon (0,5 km – 21 km – 5 km) gab es einen Itzehoer Doppelsieg durch Björn Wiegner (1:04:24 Std.) und Kimberly Groth (1:13:11) als schnellste „Finisher“ ins Ziel. Beim Jugend- und Schnuppertriathlon (300 m – 10,6 km – 2,5 km) bewiesen Yannick Kallies (TSV Quellenhaupt Bornhöved/38:12 Min.) und Svea Tietgen (VfL Oldesloe/39:59) ihr überdurchschnittliches Talent.

Alle Ergebnisse im Internet unter www.kropp-triathlon.de.

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