Europareise : Über Erfde nach Paris

Glücklich und ein wenig erschöpft: Cecilie (links) und Laerke wurden von Helmut Schröder in Erfde empfangen.
1 von 2
Glücklich und ein wenig erschöpft: Cecilie (links) und Laerke wurden von Helmut Schröder in Erfde empfangen.

Zwei Daninnen auf Inline-Skates unterwegs in Richtung Frankreich

shz.de von
14. September 2018, 12:52 Uhr

„Warum fliegen, wenn man auch rollen kann“, so lautet das Motto von Cecilie Hardersland (21) und Laerke Christensen (20) aus Herning in Mitteljütland. Die beiden Däninnen sind zurzeit auf Skatern unterwegs nach Paris. Am Freitag, 7. September sind sie in Herning gestartet und am Mittwoch, 3. Oktober wollen sie in Paris sein. „Dann wollen wir bei Sonnenschein auf dem Eiffelturm stehen“, so Laerke.

Beide haben nach ihrer Schulzeit eine Ausbildung in der Touristik-Branche absolviert und sind dabei in verschiedenen europäischen Ländern gewesen. „Und nun möchten wir auf eine besondere Art Land und Leute kennen lernen“, erzählt Cecilie. Mit Hilfe von Google Maps haben die Däninnen die Strecke auf Nebenstraßen in tägliche Abschnitte von 70 bis 90 Kilometern eingeteilt. „Und dabei stellten wir einfach fest, dass man nur über Erfde nach Paris gelangen kann“, so die beiden. Und Erfde erreichten sie von Handewitt kommend. Hier wurden sie von dem Unternehmer Helmut Schröder erwartet. Schröder hat beruflich viel in Dänemark zu tun. Bei einem Aufenthalt in Vejen erzählte ihm sein dänischer Geschäftspartner von dem Vorhaben der beiden Frauen: „Du wohnst doch in Erfde und die Mädchen müssen da lang, um nach Paris zu kommen.“ Über das Internet nahm Schröder Verbindung zu den Reisenden auf und sicherte ihnen ein Quartier und Verpflegung in Erfde zu.

Und in einem Vorgespräch hatte man sich viel zu erzählen. Die Skaterinnen berichteten, dass sie ihre Route und die jeweiligen Endpunkte auf Facebook präsentieren. „Bislang haben sich immer nette Menschen bei uns gemeldet und uns Quartier angeboten“, betont Laerke. „Natürlich sind unsere Eltern jeden Abend immer ein wenig nervös und ermahnen uns zur Vorsicht“, ergänzt Cecilie. Aber beide Familien gönnen den Reisenden das Vorhaben. „In jungen Jahren muss man halt etwas Verrücktes machen“, so lautet der Tenor der Eltern.

Und genau so sieht es auch Helmut Schröder, der selbst zwei Kinder in dem Alter hat: „Junge Leute müssen mal in die Fremde und sich den Wind um die Nase wehen lassen.“ Und genau diesen Wind (und auch Regen) hatten die Mädchen auf ihrer nächsten Etappe nach Itzehoe.

zur Startseite
Karte

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen