Üben an der Computer-Babypuppe

Neuanschaffung: Monika Wegener, Oda Wolff, Martina Hornburg und Rebecca Satgunarajan (von links) mit computergesteuerten Puppenbabys für das Projekt „Familie auf Zeit“.
Foto:
Neuanschaffung: Monika Wegener, Oda Wolff, Martina Hornburg und Rebecca Satgunarajan (von links) mit computergesteuerten Puppenbabys für das Projekt „Familie auf Zeit“.

Lebensechte „Säuglinge“ angeschafft / „Hand in Hand“ unterstützt Projekte für Kinder und Familien

von
02. Mai 2018, 13:20 Uhr

Im Dezember 2017 hat der NDR zwei Wochen lang über Projekte für Menschen in schwierigen Situationen berichtet und zu Spenden für Projekte der Diakonie in Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und Hamburg aufgerufen. Mehr als 2,5 Millionen Euro gingen für Hilfsprojekte ein. Auch das Diakonische Werk des Kirchenkreises Rendsburg-Eckernförde profitiert von der Spendenaktion „Hand in Hand für Norddeutschland“.

„Eine supertolle Aktion“, freute sich die Fachdienstleiterin Monika Wegener. „Es gibt bei uns viele Angebote, die nicht von öffentlichen Kostenträgern finanziert werden.“

So konnten für das Präventionsprojekt „Familie auf Zeit“ fünf computergestützte Babypuppen im Wert von 6500 Euro angeschafft werden. Schülerinnen bekommen diese im Rahmen der Sexualaufklärung über ein Wochenende mit nach Hause und müssen sich um die Puppen wie um ein echtes Baby kümmern.

„Feinfühlig mit ihnen umgehen, sie füttern, mit ihnen kuscheln, die Windeln wechseln“, erklärte Rebecca Satgunarajan vom Projekt „Familie auf Zeit“. Die Jugendlichen sollen dadurch erfahren, wie es ist, Mutter zu sein. 3000 Euro gehen an die Erziehungsberatung, die von Martina Hornbuch geleitet wird. Dazu gehört auch eine Trennungskindergruppe. „Die Gruppenarbeit ist aufwendig. Wir brauchen Materialien und viel Personal“, machte Hornbuch deutlich. „Bildungsoffensive“ heißt das Projekt, das von Oda Wolff betreut wird. „Viele Kinder stehen vor Hindernissen beim Zugang zur Bildung, haben Angst vor den Abschlüssen und brauchen individuelle Unterstützung“, stellte Wolff fest. Die Zuwendung von 4000 Euro will sie dafür einsetzen, den Kindern bei Bedarf qualitativ gutes Schulmaterial zu kaufen.

Auch für das Projekt „Hilfen zur Erziehung“ ist Oda Wolff zuständig. Einmal im Jahr fahren Eltern und Kinder, insgesamt zwischen 50 und 70 Personen, mit zehn Betreuern fünf Tage lang zum Zelten nach Dänemark. Die 10000-Euro-Unterstützung soll für den Kauf von eigenen Zelten verwendet werden.

Weitere 6000 Euro kommen der Arbeit im Familienzentrum Rendsburg-Ost an der Schule Nobiskrug zugute. Das Geld soll für Tagesausflüge mit der ganzen Familie mit Selbstbeteiligung sowie für Freizeit- und Bildungsmaßnahmen verwendet werden.

zur Startseite

Kommentare

Leserkommentare anzeigen