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1. Basketball-Regionalliga : Twisters trotz Niederlage gefeiert

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Rendsburger mit 76:85 gegen die Hannover Korbjäger im letzten Heimspiel der Saison.

Selbst das Ergebnis konnte die gute Laune bei den Fans der Rendsburg Twisters nicht trüben. Im letzten Heimspiel der Saison in der 1. Basketball-Regionalliga kassierte der Aufsteiger zwar eine vermeidbare 76:85 (20:27, 46:53, 55:75)-Niederlage gegen die Hannover Korbjäger, Trainer Bjarne Homfeldt und seine Schützlinge wurden trotzdem noch Minuten nach dem Abpfiff von den 386 Fans in der Herderhalle mit stehenden Ovationen gefeiert. „Wahnsinn, einfach Wahnsinn“, staunte Mannschaftskapitän Morris Brodersen. „Es sind Ferien – und es kommen trotzdem so viele Leute in die Halle. Wir verlieren – und trotzdem herrscht so eine Begeisterung.“ Auch Bjarne Homfeldt war voll des Lobes ob der begeisterungsfähigen Anhängerschaft. „Es ist einfach klasse, wie uns die Fans durch die Saison getragen haben. Zu gerne hätten wir ihnen zum Abschluss einen Sieg geschenkt. Leider haben wir heute nicht unsere beste Leistung gezeigt“, meinte der Coach.

In der Defensive offenbarten die Twisters große Schwächen und bekamen Hannovers Rishi Kakad vor allem in der ersten Spielhälfte nicht in den Griff. Egal, wer Kakad deckte, egal, mit welchem System die Rendsburger versuchten Kakads Kreise einzuengen – der Brite traf in den ersten 20 Minuten wie er wollte. 25 seiner insgesamt 28 Punkte erzielte Kakad vor dem Seitenwechsel. „Das war phänomenal. Er allein hat uns kaputt gemacht“, meinte Brodersen anerkennend.

Homfeldt sprach die Defensivschwächen in der Pause an – und tatsächlich hatten die Twisters Kakad anschließend unter Kontrolle. Doch dafür hakte es nun in der Offensive. Ganze neun Punkte gelangen den übernervösen Hausherren im dritten Viertel. Der Rückstand wuchs von sieben (46:53) auf 20 Zähler (55:75) an. Auch wenn sich die Twisters im Schlussviertel noch einmal zu einer Energieleistung aufrafften und sich Punkt für Punkt an Hannover heranschoben, war der angestrebte Sieg nicht mehr zu realisieren. „Die Aufholjagd kam ein bisschen spät und der Rückstand war ein bisschen zu groß, um noch etwas reißen zu können. Hannover ist individuell sehr stark. Es ist keine Schande, gegen so einen Gegner zu verlieren. Auch aus solchen Spielen können wir lernen“, meinte Homfeldt, der sich dem nach dem Abpfiff und den anschließenden Jubelarien per Mikrofon für die „sensationelle Unterstützung beim besten und lautesten Publikum der Liga“ bedankte, ehe er zum letzten Akt schritt und mit Björn Rohwer und Christian Rinner zwei Spieler, die der eigenen Jugend entstammen, verabschiedete. Beide werden den Verein aus beruflichen Gründen verlassen. Rinner: „Wenn man sieht, was hier heute abgegangen ist, dann fällt der Abschied verdammt schwer.“

Rendsburg Twisters: Brodersen (5/1x3), Schütze (2), Marcic (17/3x3), Sopha (8/2x3), Rohwer (23), Störtenbecker, Schlemmer, Brunk, Rinner (5/1x3), Kibi (16/1x3).

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erstellt am 13.Apr.2015 | 06:00 Uhr

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