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Basketball-Landespokal : Twisters quälen sich ins Pokalfinale

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Die Rendsburger Basketballer bezwingen im Landespokal-Halbfinale den TSV Kronshagen mit 79:58. Der MTSV Hohenwestedt unterliegt dem TuS Lübeck.

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erstellt am 15.Feb.2015 | 12:00 Uhr

Das war nichts für Basketball-Ästheten. Mehr als die Bezeichnung Arbeitssieg hatte der 79:58 (21:14, 33:33, 58:51)-Erfolg der Rendsburg Twisters über den TSV Kronshagen nicht verdient. Damit stehen die Basketballer erneut im Finale um den BVSH-Landespokal und haben die Chance, den Titel zum dritten Mal in Folge nach Rendsburg zu holen.

Es dauerte keine drei Minuten, ehe es in der Herderhalle so richtig laut wurde. Das aber lag nicht an den frenetischen Twisters-Fans, sondern an Bjarne Homfeldt. Wutentbrannt donnerte er während einer Auszeit seine Taktiktafel auf den Hallenboden und stauchte seine Spieler in bisher ungekannter Weise zusammen. Völlig zurecht mahnte er sein Team zu mehr Konzentration an. Aber in der Folge agierten die Twisters nicht wie die klassenhöhere Mannschaft und konnten sich gegen den Tabellenzweiten der 2. Regionalliga zunächst nicht absetzen. Erst gegen Ende des ersten Viertels schien es so, als ob der Abend dann doch den von vielen Zuschauern erwarteten Verlauf nehmen sollte. 21:14 führten die Gastgeber nach den ersten zehn Minuten und konnten diesen Vorsprung über weite Strecken des zweiten Viertels halten, obwohl die spielerische Linie weiterhin fehlte. Viele Unzulänglichkeiten im Passspiel, unnötige Ballverluste und Nachlässigkeiten im Abschluss sorgten dafür, dass die Gäste zur Halbzeitpause beim 33:33 wieder im Geschäft waren. „Wir haben unseren Rhythmus lange Zeit nicht gefunden“, erklärte Homfeldt. Der Trainer räumte allerdings ein, dass dies auch der Tatsache geschuldet war, dass er eine Vielzahl von Wechseln vornahm: „Ich wollte einfach auch den Jungs Spielzeit geben, die sonst nicht so häufig zum Einsatz kommen.“ Die größten Probleme bereitete der TSV den Twisters mit ihrer Zonenverteidigung. „Da haben wir zunächst nicht gewusst, wie wir auf diese Abwehrvariante reagieren sollen“, sagte Homfeldt.

Nach dem Seitenwechsel ging es für die Twisters zunächst so fehlerbehaftete weiter wie zuvor: Eric Kibi misslang ein Dunking und im Gegenzug schoss Kronshagens Maik Steffen einen Dreier rein. Plötzlich lagen die Gäste mit 39:34 in Front. „Das ist auch nicht irgendein Gegner. Der TSV mischt in der Liga nicht umsonst ganz vorne mit“, so Homfeldt. Erst im Schlussabschnitt wurde es dann deutlich und unterm Strich auch ein verdienter Sieg für die Rendsburger. „Man kann es als Spieler nicht ganz verhindern, einen Gegner aus einer tieferen Klasse etwas zu unterschätzen. Die letzten fünfzehn Minuten meiner Mannschaft waren aber auch in Ordnung“, schlug Homfeldt anschließend versöhnliche Töne an. Im Pokal muss man weiterkommen. Nach der Art und Weise fragt hinterher niemand mehr.

Im Finale treffen die Twisters auf den TuS Lübeck. Der Tabellensiebte der 2. Regionalliga zog durch einen ungefährdeten 74:57-Sieg beim Dritten der Oberliga, dem MTSV Hohenwestedt, ins Endspiel ein. Das soll gemäß des Rahmenterminkalenders des BVSH am Sonnabend, 28. oder Sonntag, 29. März stattfinden.

Rendsburg Twisters: Basylev (4), Brodersen (7), Brunk (2), Hillner (2), Kibi (8), Marcic (21/1x3), Rinner, Rohwer (19), Schlemmer (2), Schmitt (6), Schütze (2), Sopha (6).

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