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1. Basketball-Regionalliga : Twisters noch in der Lernphase

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Rendsburger Korbjäger unterliegen bei ihrer Heimpremiere Alba Berlin II mit 80:83.

Bjarne Homfeldt hätte allen Grund gehabt, auf Arthur Kentsch und Jakob Woerzner wütend zu sein. Die Schiedsrichter hatten den Trainer der Rendsburg Twisters 90 Sekunden vor Ende der Partie gegen Alba Berlin II in der 1. Basketball-Regionalliga des Feldes verwiesen und dem Gegner beim Stand von 75:79 aus Rendsburger Sicht einen Freiwurf zugesprochen – zu Unrecht, wie Homfeldt befand. „Ein Berliner Spieler leistet sich gegen Björn Rohwer eine klare Tätlichkeit. Das muss Freiwürfe für uns und einen Ausschluss für den Berliner geben. Darüber habe ich mich lautstark beschwert.“ Kentsch und Woerzner entschieden indes auf technisches Foul gegen die Twisters. Jannes Hundt verwandelte den Freiwurf zum 80:75 für die Gäste. „Das war der Knackpunkt“, meinte Homfeldt. Doch trotz dieser umstrittenen Szene war der Rendsburger Coach weit davon entfernt, in den Referees die Schuldigen für die 80:83 (21:12, 40:40, 55:59)-Heimniederlage gegen Berliner Bundesliga-Reserve zu sehen: „Wir haben einfach zu viele Fehler gemacht.“

Nach einem starken ersten Viertel und einer 21:12-Führung fanden die Gastgeber zunehmend weniger Lösungen gegen die druckvolle Berliner Verteidigung. Viele Pässe kamen nicht beim Mitspieler an, sondern landeten beim Gegner oder im Aus. Homfeldt zählte insgesamt 18 Ballverluste, die Alba mit Fast-Breaks immer wieder zu einfachen Punkten nutzte. „So etwas wird in dieser Liga hart bestraft, das müssen wir noch lernen.“ Der Vorsprung schmolz zum Entsetzten der Fans auf den Rängen in der proppevollen Herderhalle minütlich dahin, 14 Sekunden vor Ende des zweiten Viertels war er aufgebraucht, als Ferdinand Zylka mit einem Dreier zum 40:40 traf.

Auch nach der Pause dominierten die Berliner zunächst und zogen auf 68:59 (33.) davon. Doch so leicht wollten sich die Rendsburger bei ihrer Heimpremiere in der 1. Regionalliga dann doch nicht geschlagen geben. Angetrieben von dem in der Schlussphase überragenden Peter Marcic kämpften sich die Twisters innerhalb von nur 90 Sekunden auf 70:74 heran und hielten den Vier-Punkte-Rückstand bis in die Schlussphase – bis Kentsch und Woerzner mit ihrer Entscheidung den Twisters sämtlicher Hoffnungen auf ein Happyend beraubten. Da konnte auch der warme Applaus der Zuschauer, die damit den aufopferungsvollen Kampf ihrer Mannschaft belohnten, nach dem Abpfiff kaum Trost spenden. Homfeldt: „Schade. Wir hätten unseren Fans gerne einen Sieg im ersten Heimspiel geschenkt. Aber wir sind eben noch in der Lernphase.“

Rendsburg Twisters: Basylev (3), Brodersen (13), Brunk, Hillner (3/1x3), Kibi (19), Marcic (30/1x3), Rinner, Rohwer (8), Schlemmer, Schmitt (4), Störtenbecker, Witt.

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erstellt am 29.Sep.2014 | 06:00 Uhr

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