1. Basketball-Regionalliga : Twisters müssen es krachen lassen

Konnte zuletzt nur eingeschränkt trainieren: Center Björn Rohwer (rechts) plagt sich mit einer Handgelenksverletzung herum. Sein Einsatz heute ist fraglich.
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Konnte zuletzt nur eingeschränkt trainieren: Center Björn Rohwer (rechts) plagt sich mit einer Handgelenksverletzung herum. Sein Einsatz heute ist fraglich.

Rendsburgs Trainer Bjarne Homfeldt spricht vor dem Duell mit dem Bürgerfelder TB vom Spiel der Saison.

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03. Januar 2015, 05:37 Uhr

„Ein Ende kann ein Anfang sein“, lautet eine Zeile in einer Schnulze des Schmusesängers Roland Kaiser. Es könnte der Soundtrack der Rendsburg Twisters für das Heimspiel gegen den Bürgerfelder TB werden (heute, 19.15 Uhr). Denn nach zuletzt vier Niederlagen in Folge kann man die letzte Partie der Hinrunde in der 1. Basketball-Regionalliga ohne Frage als richtungsweisend bezeichnen. Die Gäste aus Niedersachsen sind ein direkter Konkurrent im Abstiegskampf und gelten als eine Mannschaft, die die Rendsburger Korbjäger hinter sich lassen sollten. Während der Songtext treffender kaum sein könnte, sollten sich die Twisters die einlullenden Klänge des kaiserlichen Schlagers lieber ersparen. Drei Tage nach Silvester müssen es die Twisters gegen den Mitaufsteiger wieder krachen lassen.

Nach dem Rückzug Magdeburgs (siehe Info unten) reisen die Gäste aus Oldenburg als Tabellenschlusslicht an. Abgesehen des Erfolgs gegen Magdeburg konnten die selbst ernannten „Royals“ nur einen weiteren Sieg auf der Habenseite verbuchen – den gegen den DBV Charlottenburg/TuS Lichterfelde. Twisters-Trainer Bjarne Homfeldt versucht gar nicht erst, die Bedeutung der Partie herunterzuspielen – im Gegenteil: „Mit Superlativen muss man ja immer vorsichtig sein, aber es vielleicht das wichtigste Spiel der Saison“, glaubt der Coach. Eine Einschätzung, die sich aus vielen Gründen speist. In erster Linie wäre ein Sieg wichtig für die Tabelle. „Wir könnten den Abstand zu einem Konkurrenten vergrößern“, so Homfeldt. Darüber hinaus wäre ein Erfolg nach vier Niederlagen gut für die Moral. Zumal in der Folge mit Stade, Alba Berlin II und Wolfenbüttel dicke Brocken auf die Twisters warten. Und dann ist es das letzte Heimspiel gegen eine Team, das mit den Rendsburgern um den Klassenerhalt kämpft. „In der Rückrunde müssen wir gegen alle direkten Konkurrenten auswärts antreten“, blickt der Trainer voraus.

Die Vorbereitungsphase auf diese wichtige Partie war kurz. „In erster Linie ging es darum, die Jungs wieder fit zu bekommen.“ Den Gegner haben Homfeldt und sein Co. Lars Nonnenmacher per Video intensiv studiert. „Der Gegner ist ausgescoutet“, verrät der Coach. Sein Team erwartet einen ausgeglichen besetzter Gegner. Einen herausragenden Akteur hat Homfeldt nicht ausgemacht. Mit Dyon Doehki (Niederlande), Lauris Gruskevics (Lettland) und Deane Williams (Großbritannien) stehen dafür drei ausländische Guards im Aufgebot, die die Twisters beschäftigen müssen.

Indes glaubt Homfeldt, dass die Pause während der Feiertage seinen Spielern gut getan hat, um im neuen Jahr wieder voll anzugreifen. Damit käme dann auch wieder Roland Kaiser ins Spiel, denn im Refrain des eingangs erwähnten Songs heißt es: „Alles was Du willst, liegt in Deinen Händen.“ Auch diese Textzeile klingt so, als sei sie eigens für die aktuelle Situation der Twisters geschrieben worden.

BBC Magdeburg II zieht zurück

Nachdem bereits vor der Saison der UBC Hannover auf einen Start in der 1. Regionalliga verzichtete hatte, haben nun auch die BBC Magdeburg Eagles zurückgezogen. Nach zehn Spielen hatte das Team aus Sachsen-Anhalt noch nicht einen Sieg auf dem Konto und unterlag jede Partie deutlich. Die Ergebnisse der Magdeburger wurden aus der Wertung genommen, also auch der 105:59-Erfolg der Twisters. Damit müssen die Rendsburger „nur“ noch zwei Teams hinter sich lassen, um auch zukünftig in der 1. Regionalliga zu spielen.

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