zur Navigation springen

Basketball : Twisters mit Problemen in der Zone

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

1. Basketball-Regionalliga Nord: Rendsburgs Korbjäger unterliegen beim Tabellenführer BG Bitterfeld/Sandersdorf/Wolfen mit 60:88

shz.de von
erstellt am 04.Dez.2017 | 16:15 Uhr

Um beim Tabellenführer zu gewinnen, braucht man ein nahezu perfektes Spiel und ein bisschen Glück, hatte Twisters-Trainer Bjarne Homfeldt vor dem Auswärtsspiel bei der BG Bitterfeld/Sandersdorf/Wolfen gesagt. Doch von einem perfekten Spiel waren die Korbjäger des BBC Rendsburg vor 200 Zuschauern im „Sixers-Dome“ ein gutes Stück entfernt. Glück spielte in diesem Spiel keine Rolle. Folgerichtig kehrten die Twisters in der 1. Regionalliga Nord mit einer 60:88 (18:25/30:44/43:68)-Niederlage im Gepäck aus Sachsen-Anhalt heim, bleiben aber auf dem vierten Tabellenplatz.

Die Rendsburger konnten den Siegeszug des Spitzenreiters BSW Sixers, der nunmehr alle seine zehn Partien für sich entschied, nicht stoppen. „Wir sind nicht an unsere Leistungsgrenze gekommen und waren nach dem spielfreien Wochenende nicht so gut im Rhythmus“, sagte Homfeldt, der trotz 88 Punkte der Hausherren keineswegs die Schwächen in der Defensive sah: „Das war nicht unser Problem. Wir kamen mit der Zonenverteidigung der Sixers nicht zurecht, obwohl es ein Trainingsschwerpunkt war.“ Zwölf von 20 Minuten in der ersten Halbzeit und den kompletten zweiten Durchgang favorisierten die Gastgeber um Trainer Tomas Grepl diese Abwehrformation und stellten die Schleswig-Holsteiner vor Probleme. Gegen eine Zonenverteidigung brauche man eine gute Mischung zwischen Innen- und Außenspielern und eine schnelle Ballzirkulation, sagte Homfeldt: „Doch wir haben den Ball zu lange festgehalten, zu früh abgeschlossen oder haben versucht, mit dem Kopf durch die Wand zu gehen.“ Nachdem Max Hillner für die ersten Punkte im Spiel verantwortlich war, gewann der Klassenprimus die ersten beiden Viertel mit je sieben Punkten. Dabei unterstrich Benedikt Turudic (22 Punkte), Bundesligaspieler des Mitteldeutscher BC, seine Stärken im Eins-gegen-Eins und setzte sich immer wieder unterm Brett durch. Auch Terrence Williams (18) agierte im Abschluss souverän und konnte von den Rendsburgern meistens nur durch Fouls gebremst werden. „Der Kader ist bei ihnen tief besetzt“, musste Homfeldt die personelle Überlegenheit neidlos anerkennen, ärgerte sich aber auch über „21 Ballverluste“, die der Spitzenreiter zu einfachen Körben nutzte. Das Pendel schlug spätestens im dritten Viertel zu Gunsten des Favoriten aus. Nach dem 44:30 zur Pause hielten die Sachsen-Anhaltiner das Tempo weiter hoch und entschieden die Partie mit einem 20:5-Lauf. Wieder einmal war es Eimantas Stankevicius mit einem seiner vier Dreier zum zwischenzeitlichen 64:35 (27.). Der Litauer traf 80 Prozent seiner Dreier-Würfe. Wenigstens Rendsburgs US-Boy Garrett Jefferson hatte Zielwasser getrunken und ließ mit seinen 23 Punkten die Niederlage noch im erträglichen Rahmen erscheinen. „Die BSW Sixers waren in allen Bereichen einen Tick besser als wir – hier sechs Rebounds mehr, da sechs Ballverluste weniger“, will Homfeldt die vierte Saisonniederlage beim „stärksten Team der Liga“ schnell abhaken, kritisierte aber die „einen Tick zu hoch“ ausgefallene Pleite: „Wir müssen in der Lage sein, die Niederlage unter 20 Punkte zu halten.“

Am Sonnabend (19.15 Uhr) heißt es dann wieder, in die Erfolgsspur zurückzukehren. Im letzten Heimspiel des Jahres bekommen es die Twisters mit dem ASC Göttingen zu tun, der nach dem gestrigen Sieg gegen die Weser Baskets nach Punkten mit den Rendsburgern gleichgezogen hat.

Rendsburg Twisters: Adekunle (7), Geist (4), Gottschalk (5), Haake, Hillner (14/2x3), Jefferson (23/2x3), Kleveman (2), Menges (3), Merz, Rixen (2), Sopha.

zur Startseite
Karte

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen