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1. Basketball-Regionalliga : Twisters in Cottbus mit „hässlichem Sieg“

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Mit dem ersten Auswärtserfolg der Saison sind die Rendsburger Basketballer dem Klassenerhalt sehr nahe.

von
erstellt am 02.Feb.2015 | 16:49 Uhr

Nein, schön war er nicht, der erste Auswärtssieg der Rendsburg Twisters in der 1. Basketball-Regionalliga. Aber überaus wertvoll war er allemal. „Die guten Mannschaften gewinnen auch einmal ein hässliches Spiel“, kommentierte Twisters-Coach Bjarne Homfeldt den 73:68 (16:17, 31:35, 46:49)-Erfolg bei den White Devils Cottbus. Damit ist sein Team dem Klassenerhalt einen großen Schritt näher gekommen.

Es war von Beginn an ein echtes Kampfspiel, was angesichts der Tabellensituation beider Mannschaften nicht verwunderte. In einem ausgeglichenen ersten Viertel lagen die Gäste aus Rendsburg über weite Strecken, wenn auch knapp, vorn. Dennoch war Homfeldt mit der Angriffsleistung zunächst nicht einverstanden. Seine Unzufriedenheit rührte auch aus dem verschlafenen Start in die zweiten zehn Minuten. Denn die Führung der Hausherren war inzwischen auf zehn Punkte angewachsen. Der Trainer stellte sein Team neu ein und fortan passte die offensive zur defensiven Leistung der Rendsburger. „In der Abwehr war das insgesamt eine gute Vorstellung von uns. Dem Gegner in eigener Halle nur 68 Punkte zu gestatten, ist schon allererste Sahne“, lobte der Coach. Moral und Kampfgeist stimmten ohnehin. Und so knabberten die Gäste Punkt für Punkt vom Cottbusser Vorsprung ab, bis Center Björn Rohwer seine Mannschaft mit einem Drei-Punkte-Wurf neun Minuten vor dem Ende nach langer Zeit erstmals wieder in Front brachte (51:49). Es blieb knapp bis zur letzten Minute. Erst als Peter Marcic seine beiden Freiwürfe versenkte, war es vollbracht. „Die Voraussetzungen waren nicht gut. Wir hatten eine schlechte Trainingswoche mit vielen kranken und angeschlagenen Spielern, von daher war es eine Superleistung“, erklärte Homfeldt. Dimi Basylev, Patrick Sopha, Fredo Schütze, Tim Störtenbecker traten die Reise in die Lausitz gar nicht erst an, und Marcic schleppte sich mit einer Patellasehnenentzündung durch die Partie. Am Ende überdeckte die Freude den Schmerz, auch wenn der überraschende Sieg des Konkurrenten Wusterhausen beim bisher ungeschlagenen Tabellenführer Wolfenbüttel etwas Wasser im Siegeswein war. „Das ist schon ein komisches Ergebnis“, wunderte sich auch Homfeldt. Solange die Twisters mit dieser Einstellung und Moral an ihre Aufgabe herangehen, kann ihnen die Konkurrenz jedoch egal sein. Sie haben alles in eigener Hand.

Rendsburg Twisters: Brodersen (7/2x3), Hillner (3/1x3), Marcic (10), Rohwer (22/1x3), Schlemmer, Brunk, Schmitt (7), Rinner, Kibi (24/1x3).

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