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DauerBaustelle : Tunnel-Baustelle bleibt bis 2016

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Immer neue Schwierigkeiten gibt es bei der Sanierung des Rendsburger Kanaltunnels. Die Kosten liegen mittlerweile bei 35 Millionen Euro . Gestern sorgte ein Lkw mit aufgerissenem Tank für eine Sperrung der B77

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erstellt am 13.Sep.2013 | 06:00 Uhr

Auch das noch: Gestern Vormittag gegen 7 Uhr blieb ein tschechischer Lkw gestern mit einem großen Loch im Diesel-Tank auf der Bundesstraße 77 kurz vor der Eiderbrücke liegen. Rund drei Stunden war die Lkw-Ausweichstrecke zwischen den Abfahrten Fockbek und Rendsburg-Mitte in Richtung Süden gesperrt. Während der Treibstoff abgepumpt, der Tank abmontiert und die Strecke aufwändig gereinigt wurde, entwickelte sich rund um die Bundesstraße ein Verkehrs-Chaos. Der gesamte Schwerlastverkehr aus Richtung Norden musste sich durch die Stadt Rendsburg quälen, in der Fockbeker Chaussee und weit darüber hinaus kam es zeitweise zum Verkehrskollaps.

Während für die Freigabe der maroden Rader Autobahnbrücke für Lkw immer noch ein Termin Ende November genannt wird, scheint die Sanierung des Rendsburger Kanaltunnels auch für die verantwortliche Wasser- und Schifffahrtsverwaltung ein Rätsel zu sein. Die gesamte 25 Millionen Euro teure Maßnahme begann im Sommer 2011 und sollte Ende 2013 abgeschlossen sein. Aber dann kam alles anders. Immer wieder kam es zu Verzögerungen, weil in der Tiefen der Baustelle Schwierigkeiten verborgen waren, die niemand vorausgesehen hatte: Bröckelnder Beton, hunderte von rostenden Stahlbolzen und unpassende Abwasserrinnen behinderten die Arbeit.

In der Folge geriet der Zeitplan aus den Fugen: Zum ursprünglich prognostizierten Ende der Gesamtsanierung wird noch nicht einmal die erste der beiden Tunnelröhren fertig sein. „Wir müssen wegen der vielen neuen Schwierigkeiten in der Oströhre den Ablauf der Arbeiten neu koordinieren, um so schnell wie möglich weiterarbeiten zu können“, sagte Claudia Thoma, die Pressesprecherin der Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt. Der Abschluss der Arbeiten sei nicht vor Ende des Jahres 2015 zu erwarten. „Einen genauen Zeitpunkt kann ich allerdings nicht nennen. Es kann früher sein, aber es dauert möglicherweise auch länger.“ Die Sanierung der Tunnel-Oströhre wird voraussichtlich weit länger als zwei Jahre dauern. Dass für das westliche Gegenstück nur die Hälfte der Zeit benötigt wird, erscheint ausgeschlossen – und damit auch ein Sanierungs- und Stauende noch im Jahr 2015.

Ähnlich unbestimmt sind die Angaben über die Kostenentwicklung der Baumaßnahme. Dass die ursprünglichen 25 Millionen Euro nicht zu halten sind, liegt auf der Hand. „Es gibt keinen abschließenden Stand“, sagte Claudia Thoma, die eine Summe von rund 35 Millionen Euro als „derzeit relativ realistisch“ bezeichnete. Es scheint, als seien weder das Ende des Engpasses unter dem Kanal noch die Kosten wirklich absehbar.

Die vehemente Forderung der Unternehmensverbände Nord, auf der Tunnelbaustelle künftig sieben Tage in der Woche rund um die Uhr arbeiten zu lassen, werde geprüft, teilte die Pressesprecherin mit. „Wir müssen sehen, ob wir mehr Schichten arbeiten lassen können und bei der Sanierung der Weströhre möglicherweise mehr Firmen beauftragen“, sagte sie.

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