Faustball-Bundesliga : TSV Schülp voller Zuversicht

Die Faustballerinnen des TSV Schülp hoffen mit ihrem Trainer Rouven Schönwandt (hinten links) auf eine erfolgreiche Feldsaison.
Die Faustballerinnen des TSV Schülp hoffen mit ihrem Trainer Rouven Schönwandt (hinten links) auf eine erfolgreiche Feldsaison.

Die Bundesliga-Faustballerinnen gehen nach einer starken Vorbereitung hoffnungsvoll in die neue Saison.

shz.de von
08. Mai 2015, 06:28 Uhr

Während sich die Saison bei den Fußballern dem Ende nähert, geht es für die Faustballerinnen des TSV Schülp am Wochenende erst los. Zum Saisonauftakt in der 1. Bundesliga Nord reisen die Schülper Frauen am Sonntag zum VfL Kellinghusen (ab 11 Uhr), wo neben dem Landesderby die Partie gegen den TV Jahn Schneverdingen ansteht.

In den Reihen des TSV geht der Blick zuversichtlich auf die anstehende Spielzeit. Der Optimismus fußt auf einer wahren Bilderbuch-Vorbereitung. Nach den ersten Einheiten in der Halle stand mit dem Berliner Wedding-Cup das erste Vorbereitungsturnier an. Mit einem zweiten Platz fühlten sich die ersten Partien schon gut an. Ging es in Berlin noch darum, den Rhythmus aufzunehmen und Spielpraxis zu sammeln, wartete in Hannover der erste echte Prüfstein der Vorbereitung. Beim mit 26 Mannschaften erstklassig besetzten Turnier überraschten die Schülperinnen mit einer bestechenden Frühform. Nach neun Siegen trug der TSV den Gesamtsieg davon. Ausschlaggebend für den Erfolg war in erster Linie der variable Angriff. Und auch beim dritten Test in Wakendorf hielt der Höhenflug der Faustball-Damen an. Wie schon beim Turnier in Berlin schickte Schönwandt gleich zwei Mannschaften ins Feld – eine davon verstärkt durch Nachwuchsspielerinnen. Bei äußerst schwierigen Platz- und Windverhältnissen blieb die Schönspielerei dieses Mal auf der Strecke. Dennoch dominierten die TSV-Damen abermals und standen schließlich mit beiden Mannschaften im Finale. Das Fazit von Mannschaftsführerin Nadine Kowalczyk fällt dementsprechend aus: „Zugegeben, eine schlechte Vorbereitung sieht anders aus“, erklärt sie augenzwinkernd.

Aber in der Bundesliga ist die Konkurrenz groß. Die Liga besteht aus teilweise noch jungen Mannschaften wie es beispielsweise bei den beiden Aufsteigern vom TSV Essel (Niedersachsen) und VfL Kellinghusen der Fall ist. Auch die Mannschaft um Trainer Wilm Engelke vom MTV Hammah (Niedersachsen) zählt eher zu der Kategorie „junge Wilde“. Landesrivale VfL hat aus diesem Trio die beste Ausgangslage. Das Team ist gespickt mit Jugend-Nationalspielerinnen und hat in ihrer ersten Erstligasaison kaum etwas zu verlieren. Es dürfte mit seinem großen Potenzial befreit aufspielen. Schwerer fällt eine Einschätzung bei den „Liga-Dinos“, zu denen die Berliner Vertreter VfK 01 und der SV Moslesfehn zählen. Die Gründe dafür liegen zumeist in den verletzungsbedingten Ausfällen, gerade im Angriffsbereich. Wer diese Ausfälle am besten kompensieren kann, wird sich wohl gleich an den ersten Spieltagen zeigen. Die Schülperinnen müssen keinen Ausfall kompensieren. Alle Spielerinnen stehen nach der sechswöchigen Vorbereitung zur Verfügung.

Am Sonntag wird der TSV gleich vor eine harte Aufgabe gestellt. Das Derby gegen den VfL Kellinghusen verspricht wie immer Hochspannung. Der VfL musste in der Vorbereitung auf die ehemalige Schülper Angreiferin Anika Bruhn verletzungsbedingt verzichten. Ihr Einsatz ist daher noch fraglich. Der TV Jahn Schneverdingen muss im ersten Saisonspiel auf seine Hauptangreiferin Cindy Nökel verzichten, die in einer Babypause ist.

Schülps Trainer Rouven Schönwandt sucht die Balance vor dem Saisonauftakt zwischen Optimismus und Vorsicht: „Die Mannschaft ist fit und hat bislang von ihrer langjährigen Routine profitiert. Wir hoffen, dass wir das eine oder andere Ass aus dem Ärmel schütteln können.“ Zudem könnte Nadine Kowalczyk sich mit einem Sieg gleich doppelt freuen. Sie feiert am Wochenende ihren Geburtstag.

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