Handball, 3. Liga : TSV Owschlag verspielt eine Sieben-Tore-Führung

Die akrobatische Einlage von Owschlags Helen Rohwer war vergebens. Der TSV unterlag Henstedt-Ulzburg mit 23:26.
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Die akrobatische Einlage von Owschlags Helen Rohwer war vergebens. Der TSV unterlag Henstedt-Ulzburg mit 23:26.

Owschlager Handballerinnen geben Spiel nach einer 17:10-Führung zur Pause mit 23:26 gegen Henstedt-Ulzburg noch aus der Hand.

shz.de von
26. Januar 2015, 06:00 Uhr

Nur sechs Tore in einer Halbzeit reichen nicht, um in der 3. Handball-Liga der Frauen ein Spiel zu gewinnen. Diese Erfahrung musste die Mannschaft des TSV Owschlag am Freitagabend machen. Nach einer deutlichen 17:10-Pausenführung gegen den SV Henstedt-Ulzburg gaben die Gastgeberinnen das Match in Halbzeit zwei noch aus der Hand. Am Ende hieß es 23:26 aus Sicht der Owschlagerinnen. Die zweiten 30 Minuten verlor der TSV mit 6:16. „Von der ersten ersten Hälfte war ich sehr angetan. Nach dem Wechsel haben wir dann im Prinzip all das falsch gemacht, was wir vorher richtig gemacht haben. Natürlich sind uns auch die Kräfte ausgegangen“, bilanzierte Trainer Rainer Peetz.

Seine Truppe musste ohne die erkrankte Franziska Peters (Grippe) und die verletzte Svenja Zadow (Fuß) auskommen. Beide Ausfälle wogen extrem schwer, aber gerade die Treffer der Owschlager Haupttorschützin Peters fehlten ihrem Team. Eigentlich ging es ganz gut los am ungewohnten Freitagstermin. Die Abwehr mit einer sehr gut aufgelegten Torhüterin Sophie Fasold dahinter ließ nichts zu, vorne zeigte Rückkehrerin Helen Rohwer eine tolle Vorstellung, obwohl sie noch erheblichen Trainingsrückstand zu verzeichnen hat. Vier Tore gelangen der Peters-Alternative von Halblinks. Anders dagegen agierte Jill Sievert auf der rechten Rückraumposition, sie erwischte einen gebrauchten Tag.

Insgesamt kam nach Wiederanpfiff viel zu wenig aus dem Rückraum. Bezeichnend: Drei Tore standen bis zur 57. Minute auf dem Owschlager Konto. Drei Mal war es Alke Trceziok, die von Rechtsaußen einnetzte. Die Linkshänderin war auch die einzige Spielerin, die über die gesamte Spielzeit eine gute Leistung ablieferte. Vier Minuten vor dem Ende hatten die Henstedt-Ulzburger „Frog Ladies“, wie sie sich selbst nennen, die Partie längst gedreht und führten 23:20. Maßgeblich dafür verantwortlich war vor allem eine ehemalige Owschlagerin: Marleen Völzke traf insgesamt neunmal. Peetz: „Sie haben wir überhaupt nicht in den Griff bekommen.“

In der Tabelle ist der TSV durch die Niederlage auf den siebten Platz abgerutscht. Das Punktekonto hat sich mit 15:17 ins Negative gekehrt.

TSV Owschlag: Fasold, Witt, Wichelmann – Ewert (1), Sievert (1), Stolley (5/2), Herklotz (1), K. Rohwer, H. Rohwer (4), Trceziok (8), Lyke (3), H. Meenke, K. Meenke, Küppers.

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