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3. Handball-Liga der Frauen : TSV Owschlag schrammt an Sensation vorbei

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Trainer Rainer Peetz gibt den Schiedsrichter die Schuld für die knappe Niederlage gegen den Tabellenführer Travemünde.

shz.de von
erstellt am 08.Dez.2013 | 23:54 Uhr

Viel hat nicht gefehlt, und der TSV Owschlag hätte für die Sensation des Spieltags in der 3. Liga Ost der Handball-Frauen gesorgt. Nach großem Kampf und einer leidenschaftlichen Vorstellung vor heimischem Publikum musste sich die Mannschaft von Trainer Rainer Peetz dem Tabellenführer TSV 1860 Travemünde knapp mit 29:30 (16:17) geschlagen geben.

Der Coach war stolz auf seine dezimierte Mannschaft, die nur mit acht Feldspielerinnen antreten musste. „Gefühlt sind wir der moralische Sieger. Das Team hat toll gespielt. Alle Zuschauer, die in die Halle kommen wollten, dann aber doch nicht da waren, haben was verpasst“, so Peetz. Franziska Peters mit elf und Anita Ewert mit acht Toren stachen aus einem starken Owschlager Kollektiv heraus. Bei eigener 22:20-Führung waren die Gastgeberinnen drauf und dran, dem Klassenprimus ein Schnippchen zu schlagen. Seiner Mannschaft konnte Peetz keinen Vorwurf machen, stattdessen bekamen die Schiedsrichter einmal mehr ihr Fett weg. Peetz hatte besonders Referee Oliver Bunselmeyer (HSG Varel-Friesland) auf dem Kieker: „Dessen Leistung war ein Schlag ins Gesicht. So viele Fehlpfiffe habe ich noch nie erlebt. Immer wenn wir junge männliche Schiedsrichter zugeteilt bekommen, geht das in die Hose. Jetzt weiß ich, wie sich Torsten Lieberknecht fühlt“, schimpfte der Owschlager Coach.

Lieberknecht, Trainer des Schlusslichts der Fußball-Bundesliga Eintracht Braunschweig, hatte vor einigen Wochen mit einer Wutrede über die Schiedsrichterleistungen für Aufregung gesorgt: „Du bist dieser kleine Piss-Verein, der auch bei den Schiedsrichtern nicht die Wahrnehmung hat“, sagte Lieberknecht wutentbrannt. In Peetz’ Augen hat auch der TSV Owschlag nicht das Standing bei den Unparteiischen, wie es vielleicht frühere Zweitligisten wie 1860 Travemünde haben.

Was ihn auch aufregte, waren die Smalltalks von Bunselmeyer an der Seitenlinie mit Gästecoach Thomas Kruse: „Das habe ich noch nie gesehen. Ich wollte denen schon Kaffee bringen“, ärgerte sich ein kopfschüttelnder Peetz, der selbst 38 Sekunden vor Abpfiff beim Stand von 28:30 eine Zeitstrafe kassierte: „Ich habe mich dafür bei der Mannschaft entschuldigt.“

Abgehakt ist das Spiel aber noch nicht. Der TSV Owschlag hat Einspruch gegen die Wertung der Partie eingelegt. Begründung: Die am Daumen verletzte Junioren-Nationalspielerin Franziska Haupt spielte mit einer Kunststoffschiene. Peetz: „Ich denke nicht, dass das erlaubt ist, da eine solche Schiene sehr verletzungsträchtig ist.“ Das Spiel wird Nachwehen haben.

TSV Owschlag: Fasold, Becker – Stolley (5), Zadow (1), Ewert (8), Peters (11/3), Steffek, Kueppers, Sievert (1), Meenke (2), Behrend (1).
 

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