Handball-SH-Liga : TSV Alt Duvenstedt vor der Nagelprobe

Wie alle Duvenstedter zuletzt gut in Form: Spielmacher Christian Eichstädt (rechts) peilt den vierten Sieg in Folge an.
Wie alle Duvenstedter zuletzt gut in Form: Spielmacher Christian Eichstädt (rechts) peilt den vierten Sieg in Folge an.

Mit einem Sieg im Heimspiel gegen Tarp/Wanderup kann der TSV einen Konkurrenten in der Tabelle abschütteln.

shz.de von
23. Januar 2015, 05:46 Uhr

Mit der HSG Tills Löwen wartet am Sonntag eine vermeintliche Pflichtaufgabe die HSG Schülp/Westerrönfeld/Rendsburg in der Handball-SH-Liga der Männer. Kniffliger dürfte die Aufgabe für den TSV Alt Duvenstedt, der bereits heute die HSG Tarp/Wanderup empfängt.

TSV Alt Duvenstedt – HSG Tarp/Wanderup (heute, 20.30 Uhr)

Die Stimmung ist beim TSV Alt Duvenstedt zurzeit gut. Zwei Siege aus zwei Spielen in 2015 und Platz drei der SH-Liga können sich sehen lassen. „Trotz oder aufgrund der Ausfälle sind die Jungs richtig gut zusammengewachsen. Sie haben Bock und es macht Spaß“, freut sich daher Trainer Gunnar Kociok. Die Nagelprobe, ob der Tabellenplatz berechtigt ist, folgt heute im Heimspiel gegen die HSG Tarp/Wanderup. Für Kociok gibt es bereits jetzt keinen Zweifel daran: „Sicherlich ist das berechtigt, wir haben die Punkte ja geholt, und alle anderen hatten dieselbe Chance. Spannend ist aber natürlich, ob wir auch gegen Top-Teams weiter punkten.“ Die Tarper sind mehrfach motiviert. Da wäre erstens die ärgerliche 31:32-Hinspielniederlage. Zweitens ist Alt Duvenstedt nur einen Zähler entfernt, drittens sollte nicht zwei Mal in Folge verloren werden, wenn nach oben in der Tabelle noch etwas gehen sollte – aktuell sind es vier Punkte zur Spitze. „Das ist heute für Tarp die letzten Chance, um den Titel mitzuspielen“, sagt Kociok in gespannter Erwartung. Immerhin zog Trainer Matthias Hinrichsen nach dem Lübeck-Spiel einen motivationalen Trumpf, indem er den Auftritt seines Teams als „blutleer“ bezeichnete. Kociok indes muss sich weiter als großer „Verzichter“ üben, denn nun muss er für mindestens drei Wochen auch auf Ruben Hagge verzichten. Der Rückraumspieler hat eine hartnäckige Schulterverletzung, die nicht ausheilen will. „Ich hatte ihn ohnehin eher für die Abwehr eingeplant, weil er ständig Probleme hatte, von daher trifft uns der Ausfall nicht völlig überraschend“, so Kociok, dem nun noch zehn Feldspieler bleiben. Der Blick auf die Tabelle sorgt jedoch dafür, dass er sich keine Sorgen macht: „Uns kann nach unten nichts mehr passieren. Ab jetzt sind alle Punkte Zubrot. Ich hoffe auf ein spannendes Spiel mit vielen Zuschauern.“.

HSG Tills Löwen – HSG Schülp/W’feld/RD (Sonntag, 16 Uhr)

Bevor es für die für die HSG Schülp/Westerrönfeld/
Rendsburg in den kommenden Wochen gegen die Top-Teams der Liga geht, erscheint die anstehende Aufgabe bei der HSG Tills Löwen am Sonntag wie ein Aufgalopp. De Ratzeburger scheinen mit nur acht Pluspunkten wie ein Underdog gegen den Tabellenzweiten. „Ich befürchte aber, dass die schweren Spiele jetzt schon losgehen“, ahnt Westerrönfelds Trainer Volker Paul, denn er hat sich die letzten Ergebnisse der Löwen angeschaut. Ein Sieg gegen den ATSV Stockelsdorf und eine knappe 30:31-Niederlage bei der HSG Tarp/Wanderup lassen ihn aufhorchen. Ein Grund für diese Leistungssteigerung könnte die Verstärkung durch einige junge Spieler sein, die den starken Rückraum um die Routiniers Peter Kasza und Moritz Molt (beide ehemals VfL Bad Schwartau) entlasten. Im Hinspiel fehlte zwar Jens-Christian Wodlt, dennoch gewann Westerrönfeld locker mit 37:30. Topspieler waren damals Patrick Petriesas (9 Tore), Niklas Ranft (8) und Christian Cardis (4), also die rechte Angriffsseite. Dass Woldt dennoch enorm wichtig für sein Team ist, bewies er am letzten Wochenende mit zehn Treffern gegen Kremperheide, holte sich aber auch gemeinsam mit Ranft und Petriesas eine Rüge des Trainers für mangelhaftes Zurücklaufen ab. „Wir haben uns das Spiel noch einmal angeschaut und deutlich erkannt, dass das Umschalten nicht klappte. Das muss am Sonntag funktionieren, um auch den Gegenstoß als probates Mittel einzusetzen“, so Paul. Ihm fehlen weiterhin Dany Jüschke und Janek Fisch und auch Magnus Hannemanns Einsatz ist studienbedingt fraglich, weil er am Wochenende in Berlin weilt. „Ausfälle muss aber jedes Team verkraften, das kann keine Ausrede sein“, stellt Paul klar.

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