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Leeres Konto Ende 2015 : Trotz knapper Kasse: Weg für Kunstrasen frei

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Osterrönfeld gleicht 1,7 Millionen Defizit mit liquiden Mitteln aus. Verbindung Aspelweg/Aukamp wird nicht ausgebaut. Ende März gibt es schon einen Nachtragshaushalt.

shz.de von
erstellt am 21.Feb.2014 | 11:03 Uhr

„Ende 2015 ist das Bankkonto leer“, sagte der Leitende Verwaltungsbeamte Dirk Hirsch den Osterrönfelder Gemeindevertretern in ihrer Sitzung am Donnerstag. Im laufenden Jahr fehlen in Osterrönfeld 1,7 Millionen Euro. Im Haushalt 2014, der im vergangenen Dezember beschlossen wurde, stehen Einnahmen von 5,2 Millionen Euro Ausgaben in Höhe von 6,9 Millionen Euro gegenüber. Diese Differenz wird aus den liquiden Mitteln ausgeglichen. Die Gemeindevertreter hatten in der letzten Sitzung beschlossen, sich intensiv mit Einsparungsmöglichkeiten zu befassen.

In seinem Sachstandsbericht über bisher beratene Möglichkeiten der Haushaltskonsolidierung nannte Hirsch als konkrete Einsparungen den Verzicht auf den Ausbau der Verbindungsstraße zwischen Aspelweg und Aukamp (300 000 Euro). 45 000 Euro würden eingespart, weil der Sportverein den Zuschuss 2014 für Unterhaltungsmaßnahmen an den Sportstätten nicht in Anspruch nimmt. Man habe Konsolidierungspotenziale erkannt und formuliert, betonte Bürgermeister Bernd Sienknecht. In der Sitzung am 27. März sollen diese in einen 1. Nachtragshaushalt einfließen.

Der Vorsitzende des Haupt- und Finanzausschusses, Uwe Tödt von der Osterrönfelder Wählergemeinschaft (OWG), kündigte „Extra-Sitzungen“ an, um die Haushaltsentwicklung weiter zu begleiten. „Wir sind auf einem guten Weg“, so seine Einschätzung.

Heinrich Schmidt (SPD) sah die bisherige Entwicklung weniger positiv und stellte fest: „Wir können sparen, wie wir wollen, es wird nicht reichen. Wir müssen unsere Einnahmen erhöhen.“

Angesichts der finanziellen Situation stimmte die CDU-Fraktion gegen den Bau eines Kunstrasenplatzes. Die anderen Fraktionen hoben mit ihrer Mehrheit den bestehenden Sperrvermerk für die Freigabe von 960 000 Euro auf. Sienknecht sagte, dass der neue Platz zu Beginn der neuen Saison fertig sein könnte.

Beschlüsse zum geplanten „Gewerbeareal am Kreisel Kreisstraßen 75 / 76“ wurden nicht gefasst. Für den Durchführungsvertrag für den vorhabenbezogenen Bebauungsplan müssten Formulierungen juristisch abgeglichen werden, so Sienknecht. „Der Teufel steckt im Detail.“ Auf der Fläche gegenüber von Edeka-Hoof wollen der Discounter Aldi, die Volksbank-Raiffeisenbank im Kreis Rendsburg und ein Tankstellenbetreiber bauen (wir berichteten).

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