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Handball, 3. Liga : Traumstart für den TSV Owschlag

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Das Peetz-Team schlägt Nord Harrislee mit 30:24. Kropp-Tetenhusen holt ein 26:26-Remis in Wismar.

Der TSV Owschlag hat in der 3. Handball-Liga der Frauen einen Traumstart hingelegt. In ihrem Auftaktspiel bezwangen die Owschlagerinnen den Landesrivalen TSV Nord Harrislee mit 30:24 (14:10). Aufsteiger HSG Kropp-Tetenhusen bleibt auch in seinem zweiten Saisonspiel ohne Niederlage und kehrte mit einem 26:26 (10:12) von der TSG Wismar zurück.

TSV Owschlag – TSV Nord Harrislee 30:24 (14:10)

Am Ende der 60 Minuten stand ein 30:24 für die Gastgeberinnen auf der Anzeigetafel. Besser geht es kaum in einer gut gefüllten Owschlager Sporthalle. Oder doch? Trainer Rainer Peetz war im Gegensatz zu seinen Spielerinnen und den Fans auf der Tribüne nicht zufrieden mit dem Ergebnis. „Wir hätten höher gewinnen müssen. Immer wenn wir Chancen hatten zu erhöhen, haben wir blöde individuelle Fehler gemacht“, kritisierte der Coach, der es generell nicht gerne mag, wenn Spielerinnen aus dem vorgebenen taktischen Konzept ausbrechen, um ihr persönliches Torkonto aufzustocken. Zu viel meckern mochte Peetz dann aber auch nicht, denn immerhin gibt es schlechtere Saisonstarts, als mit sechs Toren gegen einen Zweitliga-Absteiger zu gewinnen. Vom Fleck weg dominierten die Owschlagerinnen die Begegnung, gingen schnell mit 7:2 in Front. Die Abwehr hielt dem Druck der jungen Harrisleerinnen Stand. Selbst wenn die Gastgeberinnen im Anschluss zwei, drei „blöde Treffer“ (O-Ton Peetz) kassierten, blieb die Führung bestehen. Der TSV wechselte die Seiten mit einem beruhigenden 14:10-Vorsprung.

Nach dem Wiederanpfiff sorgte Owschlag für klare Verhältnisse in eigener Halle. Jetzt klappten die einstudierten Kombinationen und die Laufwege stimmten. Die höchste Führung: 22:14 in der 41. Minute, erzielt durch Kreisläuferin Anita Ewert. Ihr sprach Rainer Peetz ein ausdrückliches Lob aus, genauso wie Katrin Rohwer, die viele einfache Tore in der ersten Welle erzielte. Auch Rechtsaußen Alke Trceziok wusste in der ersten Hälfte zu überzeugen. Bei den Neuzugängen Janina Herklotz. Nina Lyke, Nina Hofstetter sowie auch Torfrau Mareike Witt sah Peetz Licht und Schatten. „Sie haben viele gute Sachen gemacht, aber sie befinden sich auch noch in der Eingewöhnungsphase“, schilderte der Trainer die Leistungen der Neuen im allerersten Pflichtspiel für den TSV Owschlag. Weiter eingewöhnen können sich die Zugänge am kommenden Wochenende, wenn es am Sonnabend zum nächsten Schleswig-Holstein-Derby beim SV Henstedt-Ulzburg geht.

TSV Owschlag: Witt (1.-20., ab 45.), Fasold (20.- 45.) – Ewert (5), Stolley (6/4), Trceziok (3), Peters (2), Sievert (7/1), H. Meenke, Rohwer (4), Lyke (2), Hofstetter, Herklotz (1).

TSG Wismar – HSG Kropp-Tetenhusen 26:26 (12:10)

Mit ein wenig mehr Fortune hätten es auch zwei Punkte für die HSG Kropp-Tetenhusen sein können. Kurz vor Ablauf der Spielzeit führten die Gäste 26:24. „Wenn man so kurz vor Abpfiff noch mit zwei Toren führt, will man auch gewinnen“, sagte Trainer Thomas Carstensen. Die erste Halbzeit gehörte den Gastgeberinnen. Kropp produzierte zu viele Fehler, ließ etliche gute Möglichkeiten liegen. Insgesamt zählte Carstensen 23 Fehlwürfe. „In den ersten 30 Minuten sind wir eher an uns selbst gescheitert als am Gegner“, schilderte der Coach. Alleine drei Siebenmeter fanden nicht den Weg in die Maschen. Nach dem Wechsel wurde es dann besser. Besonders die Flügelzange wusste zu überzeugen. Levke Rohwer, vor allem Sabrina Maier, die mit sechs Toren zur besten Torschützin avancierte, und mit Abstrichen Sarah-Lena Börnsen erhielten ein Lob ihres Trainers. Auch Kreisläuferin Svenja Pahl lieferte eine ordentliche Partie ab. Beim Stand von 21:20 ging die HSG erstmals in Führung, beim 25:23 sah es so aus, als ob die Gäste auf die Siegerstraße einbiegen könnten. Letztendlich sollte es aber nicht sein. Carstensen: „Das Unentschieden war unter dem Strich ein gerechtes Ergebnis.“ Am kommenden Sonnabend erwartet der Liga-Neuling das Top-Team von SV Werder Bremen in der Kropper Geestlandhalle.

HSG Kropp-Tetenhusen: Lobstedt (1-42.), Sacher (ab 42.) – Pahl (3), Jörgensen (4/3), Paul, Seidel (1/1), Krück, Rohwer (3), Lübker, Maier (6), Schulz, Machau (5/1), Börnsen (2), Hansen (2).

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