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Rendsburg : Traumschiffe und Müllabfuhr auf dem Handy

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Digitale Helfer liefern Tipps und Listen für die Region Rendsburg.

Schon lange ist das Handy nicht mehr nur zum Telefonieren da. Nachrichten schreiben, fotografieren, Musik hören oder Videos ansehen: Der Nutzung scheinen kaum Grenzen gesetzt. Mit sogenannten Apps (Anwendungssoftware) kann jeder Besitzer sein Smartphone individuell gestalten. Zu den beliebtesten gehören nach wie vor die Apps der sozialen Netzwerke wie Facebook oder der Nachrichtendienst Whats App. Doch wer im virtuellen Laden, dem sogenannten App-Store, nach regionalen Anwendungen sucht, wird ebenfalls fündig. Die Landeszeitung stellt einige Rendsburg-Apps und ihren Nutzen vor.

Abfallwirtschaft

Ganz neu auf dem Markt ist die kostenfreie App der Abfallwirtschaft Rendsburg-Eckernförde (AWR). Erst seit Beginn dieses Jahres ist die neue AWR-Anwendung fürs Handy zu bekommen. Hinter dem orangefarbenen App-Symbol verbergen sich praktische Tipps rund um das Thema Müllentsorgung. Einfach den genauen Wohnort eingeben und schon kann es losgehen. Eine Liste, wann welcher Müll wieder dran ist, erscheint auf dem Display und bei Störungen oder Veränderungen bekommt der Nutzer - wenn gewünscht - eine Nachricht auf sein Telefon geschickt. Nie wieder den Abholtermin vom Gelben Sack und Co. verpassen: Das ist das Ziel dieser Anwendung, so AWR-Chef Ralph Hohenschurz-Schmidt. Doch das ist noch nicht alles. Wohin mit den Weihnachtsbäumen? Wann kann ich meine ausgedienten Stühle beim Recyclinghof abgeben? Und wo steht der nächste Glascontainer? All diese Fragen werden in der übersichtlichen App beantwortet.

„Das ist der Trend der Zeit. Selbst einfache Alltagsdinge, wie den Müll rauszustellen, werden mehr und mehr mit dem Handy verbunden“, sagt Hohenschurz-Schmidt. Die Anwendung beschreibt er als „reines Serviceinstrument“. Das Angebot werde von den Bürgern in Rendsburg und im gesamten Kreisgebiet sehr gut angenommen. In den ersten drei Wochen konnte die AWR bereits 1100 Nutzer zählen. Die meisten davon haben die App mit ihren Android-Handys heruntergeladen, auf Platz zwei und drei folgen Apple- und Windowsgeräte. Mit der vorherigen Version, die vor zwei Jahren an den Start ging, kam die AWR auf eine Gesamtnutzerzahl von fast 5000.

Sport


Auch in die Welt des Sports haben Apps längst Einzug erhalten. Die Footballmannschaft Rendsburg Knights nutzt diese Art der Informationsverbreitung seit mehr als zwei Jahren. „Ich hatte eigentlich vor, die App selber zu bauen“, erzählt Marco Rüter, zweiter Vorsitzender des Vereins. Doch dann stieß er auf die Software „Tobit“, die mit ein paar Klicks aus den Inhalten von Facebookseiten lebendige Apps macht. „Einfacher geht es gar nicht“, so Rüter. Ziel der Rendsburg-Knights-App sei es, als Verein bekannter zu werden. „Wir müssen präsent sein. Und das dort, wo sich die Menschen aufhalten. Das Handy spielt dabei eine wichtige Rolle.“ Doch auch die Spieler selbst gebrauchen die App, um über Trainingszeiten und Spiele informiert zu werden, weiß er.

Wie bei einem Blog (Online-Tagebuch) sind die Nachrichten chronologisch von oben nach unten angeordnet: übersichtlich, kurz und kompakt. Zusätzlich können Bildergalerien der letzten Spiele angeschaut werden, ein Terminkalender gibt Überblick zu den nächsten Veranstaltungen. Aktuell nutzen knapp 1000 Spieler, Fans und Interessierte die kostenfreie App, um über die Mannschaft im Bilde zu bleiben.

Kultur und Religion


Wer sich über die Veranstaltungen des Nordkollegs informieren möchte, kann dies ebenfalls über eine eigenständige App tun. Akademieleiter Guido Froese sieht die Anwendung aber nur als eine Ergänzung des Internet- und Facebook-Auftritts. Es werden keine eigenständigen Informationen in die App eingefügt, das geschieht alles automatisch durch die Verbindung mit den sozialen Netzwerken. Auch das Nordkolleg benutzt hierfür die Tobit-Software.

Genauso wie die Islamische Jugend in Rendsburg. In der App finden sich Hinweise zur nächsten Gesprächsrunde nach dem Nachtgebet oder die Ankündigung für die monatlich stattfindende Schwimmveranstaltung. Auch eine Chat-Funktion ist integriert, so dass man sich direkt austauschen kann.

Tourismus


Der Tourismus bildet den größten Bereich der Rendsburg-Apps. Die Marketing-Teams der Region nutzten die Handy-Anwendungen, um Urlaubern das Angebot rund um den Nord-Ostsee-Kanal aufzuzeigen und Orientierung zu bieten. Sucht man gezielt im Apple-Store nach NOK, tauchen gleich 47 Ergebnisse auf. Allerdings haben diese nicht alle etwas mit der künstlichen Wasserstraße zu tun. Neben der App einer ungarischen Frauenzeitschrift mit dem Titel „Nok Lapja“ und dem chinesischen sozialen Netzwerk „NoK“ tauchen gleich drei Anwendung auf, in denen ein grüner Außerirdischer namens „Nok“ spanischen Kindern das Sprechen beibringen will.

Nur drei Apps beschäftigen sich tatsächlich mit dem Nord-Ostsee-Kanal: „Traumschiffe in Kiel“, „NOK-Route“ sowie „NOK-Region“. Welche Schiffe wann und wo anlegen, können Nautik-Fans dort zum Beispiel erfahren. Bilder der imposanten Kreuzfahrtschiffen gibt es ebenfalls zu entdecken. Auch Radfahrer kommen auf ihre Kosten und bekommen Tipps für Touren rund um den Kanal – ganz praktisch und übersichtlich - aufs Handy.

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