Rendsburg : Trauerfeier für getöteten Finanzbeamten

Ein Polizeifahrzeug steht in Rendsburg vor dem Finanzamt, in dem am 1. September ein Mitarbeiter erschossen wurde.
Ein Polizeifahrzeug steht in Rendsburg vor dem Finanzamt, in dem am 1. September ein Mitarbeiter erschossen wurde.

Elf Tage nach den tödlichen Schüssen wird das 57-jährige Opfer heute beigesetzt. Ministerpräsident Albig mahnt Respekt an.

shz.de von
11. September 2014, 11:29 Uhr

Nortorf/Rendsburg | Bei der Trauerfeier für den im Dienst erschossenen Rendsburger Finanzbeamten hat Ministerpräsident Torsten Albig (SPD) Respekt der Gesellschaft für die Arbeit der Behörden angemahnt. Wenn ein Mann einfach ins Finanzamt komme und seinem Unmut auf tödliche Weise Luft mache, dann treffe das auch uns als Gesellschaft, sagte Albig am Freitag in der St. Martin Kirche in Nortorf (Kreis Rendsburg-Eckernförde). Die Landesregierung werde das, was sie tun könne, machen, um künftig solche Gewalttaten zu verhindern.

Ein Steuerberater sitzt wegen Mordverdachts in Untersuchungshaft. Er soll den 57-Jährigen Finanzbeamten aus Groß Vollstedt am 1. September in seinem Dienstzimmer in Rendsburg niedergeschossen haben. In einem nach der Tat in seinem Haus gefundenen Brief soll er das Finanzamt für seine finanzielle Misere verantwortlich machen.

Die Fahnen der Dienstgebäude der obersten Landesbehörden und des Landtags wehten am Freitag auf halbmast. Wegen der Trauerfeier blieb das Finanzamt in Rendsburg an diesem Tag für den Publikumsverkehr geschlossen.

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