zur Navigation springen
Landeszeitung

15. Dezember 2017 | 15:11 Uhr

Transall in Sicherheit gebracht

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

LTG 63 hatte vorgesorgt – Flugzeuge wurden nicht beschädigt / Kein Unterricht an der Schule Obereider

shz.de von
erstellt am 30.Okt.2013 | 00:33 Uhr

Auch der Tag danach hatte es in sich. Feuerwehren, Bauhöfe und private Unternehmen waren nach dem Besuch des Sturmtiefs „Christian“ gestern mit Aufräumarbeiten beschäftigt. Aber „es gab immer noch genügend Bäume, die auch fielen oder zu fallen drohten“, erklärte der Rendsburger Wehrführer Gerrit Hilburger gestern. Von Montag um 13.30 Uhr bis gestern um 15 Uhr standen allein für die Rendsburger Wehr 170 Einsätze auf dem Zettel. Inklusive THW und Gefahrgutzug waren allein in der Stadt 100 freiwillige Helfer mit einer relativ kurzen Schlafphase im Einsatz.

Überall konnten sie allerdings nicht gleich helfen. „Wir mussten Anfragen von Privatleuten ablehnen, wenn keine Gefahr im Verzug war“, erklärte Hilburger. Die Feuerwehr griff zunächst überall dort ein, wo Menschen gefährdet schienen – wenn Bäume ungesichert auf Straßen lagen, Bäume auf Häuser zu stürzen drohten oder gefährliche Bruchstücke durch die Luft flogen. Einsätze dieser Art gab es in den vergangenen beiden Tagen mehr als genug. „Unsere Aufgabe ist die Gefahrenabwehr“, sagte Hilburger. „Wir helfen gern darüber hinaus, grundsätzlich aber sind Schäden auf Privatgrundstücken auch Privatsache.“

Bereits am Montag war der Eiderpark-Parkplatz aus Sicherheitsgründen gesperrt worden: An dem kirchturmhohen Werbeschild hatte der Sturm scharfkantige Kunststoff-Teile losgerissen und mit viel Wucht durch die Gegend geschleudert. Der Platz wurde geräumt. Auch gestern bereitete die Beseitigung der Gefahrenstelle nach wie vor Schwierigkeiten. Der Wind war immer noch zu stark für die Arbeiten in luftiger Höhe. Der Parkraum unter dem angeschlagenen Schild war gestern zwar immer noch gesperrt, der in der Nähe gelegene Schnellimbiss aber konnte seinen Betrieb wieder aufnehmen.

An der Schule Obereider fand gestern kein Unterricht statt. In Wattenbek fiel die Schule aus, weil das Dach der Sporthalle beschädigt worden war. Der Sturm hatte an der Schule Obereider scharfkantige Fassadenteile aus Zink abgerissen. Außerdem war ein Teil des Schulweges durch umgestürzte Bäume unpassierbar. „Zudem gab es noch lose Teile auf den Dach. Die Stadt Rendsburg hat deshalb entschieden, den Unterricht abzusagen“, erklärte Schulleiterin Jana Friedrich und betonte: „Heute sollen allerdings alle Gefahrenquellen beseitigt sein“.

Das LTG 63 in Hohn hatte dagegen vorgesorgt. Fünf Transall waren bereits Montagvormittag ins windstille Landsberg geflogen worden. Die drei zurzeit in Jagel stationierten Maschinen wurden sicherheitshalber im Windschatten von Flugzeughallen abgestellt, ihr Gewicht durch zusätzliche Betankung und tonnenschwere Ladung im Frachtraum erhöht. „Jede Maschine war außerdem mit einem Techniker besetzt“, erklärte Stabsfeldwebel Thomas Bagemühl. Grund dafür ist die Sicherheit. „Der Techniker versorgt die Transall mit Strom, um die Seitenruder festzustellen. Würde er das nicht nun, könnten diese im Sturm hin und her schlagen und beschädigt werden.“ Die Flugzeuge blieben heil, Schaden nahmen auf dem Flugplatz jedoch unter anderem Autos, die von abgerissenen Hallendächern getroffen wurden.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen