Rendsburg : Trafo brannte: 1700 Haushalte ohne Strom

Löscharbeiten gestern abend auf dem Gelände der Firma Ceravis. Dieses Bild ist aus der Ferne aufgenommen worden, weil unserem Fotografen der Zutritt zu dem Privatgelände verwehrt wurde.
1 von 2
Löscharbeiten gestern abend auf dem Gelände der Firma Ceravis. Dieses Bild ist aus der Ferne aufgenommen worden, weil unserem Fotografen der Zutritt zu dem Privatgelände verwehrt wurde.

Feuer an der Kieler Straße löste Mittwoch halbstündigen Blackout aus.

shz.de von
10. Dezember 2015, 10:06 Uhr

In 1700 Haushalten in der Innenstadt gingen gestern Abend schlagartig alle elektrischen Geräte aus. Für eine halbe Stunde mussten die Bewohner aufs Fernsehprogramm genauso verzichten wie auf einen funktionierenden Kühlschrank. Und wer keine Kerzen hatte, saß im Dunkeln. Ursache des Blackouts war ein Feuer auf dem Gelände der Firma Ceravis in der Kieler Straße. Eine firmeneigene Netzstation war gegen 17 Uhr in Brand geraten. Knapp eine Stunde später hatte das Feuer die Anlage soweit zerstört, dass eine Kettenreaktion folgte: In einem nahegelegenen Umspannwerk der Stadtwerke kam es zu einem Kurzschluss. Daraufhin brachen Teile des Rendsburger Stromnetzes zusammen.

Das konnten auch die 25 Feuerwehrleute nicht mehr verhindern, die bereits um 17.04 Uhr alarmiert wurden und kurz darauf vor Ort waren, um die brennende Ceravis-Netzstation zu löschen. Die Stadtwerke kümmerten sich umgehend um eine Lösung, doch zunächst musste das Ausmaß des Stromausfalls bestimmt werden. Nach Angaben von Stadtwerke-Geschäftsführer Helge Spehr und Bürgermeister Pierre Gilgenast waren insbesondere Haushalte und Firmen im Bereich Augustenburger Straße, Alte Kieler Landstraße und Kieler Straße bis hinunter zur Fähre Nobiskrug betroffen. An der Fähre gab es noch eine besondere Schwierigkeit: Dort fiel die Schrankenanlage aus, weswegen die Fähre ihren Betrieb einstellen musste. Mehrere Autos, die sich bereits an Bord befanden, mussten rückwärts wieder herunterfahren. Auch das Gelände der Firma Ceravis war ohne Strom. In einem Großteil der Stadt fiel zudem die Straßenbeleuchtung für etwa fünf Minuten aus. Bis hinein in die Innenstadt waren Stromschwankungen zu bemerken. Im Stegen im Hause der Landeszeitung flackerten die Lampen und flimmerten die Monitore der Computer.

Nach etwa einer halben Stunde konnten Mitarbeiter der Stadtwerke die brennende Netzstation aus dem Betrieb nehmen. Die Leitungen wurden neu geschaltet. Um das Netz nicht zu überfordern, wurden die Innenstadtbereiche schrittweise wieder ans Netz genommen. Zunächst übernimmt nun ein provisorisches Notstromaggregat die Aufgabe der abgebrannten Netzstation, bis eine neue Anlage durch die Stadtwerke aufgebaut werden kann.

zur Startseite
Karte

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen