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Mittelholstein : Tourismus spürt kräftigen Aufwind

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Bilanz 2015: Zwölf Prozent mehr Gäste und Übernachtungen in Rendsburg.

Die positiven Zahlen sind noch ganz frisch – Monika Heise präsentierte sie kürzlich im Senat: 12,6 Prozent mehr Gäste und 12,2 Prozent mehr Übernachtungen von Januar bis Ende November 2015 in Rendsburg. Die Chefin des Vereins Tourismus Mittelholstein beamte die Daten an die Leinwand im Ratssaal, als es um die finanzielle Ausstattung der Tourist-Info ging (wir berichteten). Nach Heises Überzeugung sind die Ende Januar vom Statistikamt für Hamburg und Schleswig-Holstein veröffentlichten Bilanzen ein Beleg dafür, dass die Arbeit der Touristiker in Rendsburg Früchte trägt. Und dass sich die Stadt nicht hinter Eckernförde verstecken muss. Denn das Ostseebad machte im gleichen Zeitraum ein Minus: 5,5 Prozent weniger Gäste, 1,8 Prozent weniger Übernachtungen im Vergleich zum Vorjahr.

Wichtige Einschränkung: Die Zahlen gelten nur für Übernachtungsbetriebe, die über zehn oder mehr Betten verfügen. Auch der Bereich Camping wurde nicht erfasst. Kleine Pensionen und Gästehäuser sowie die immer beliebtere Sparte Wohnmobile fallen durch das Statistik-Raster. Dennoch wertet Heise die Zahlen als großen Erfolg. „Dass wir auf den Slogan ,Rendsburg am Nord-Ostsee-Kanal‘ gesetzt haben, war der richtige Schritt“, sagt sie. Der Kanal sei nach wie vor Anziehungspunkt Nummer eins und Hauptgrund für Auswärtige, Rendsburg einen Besuch abzustatten. Das 100-Jahr-Jubiläum der Eisenbahnhochbrücke 2013 habe für einen Aufschwung gesorgt, der bis heute anhalte. „Von dem Ereignis profitieren wir jetzt noch.“ Zehn Beherbergungsstätten meldeten Heise zufolge ihre Daten an das Statistikamt: Neben dem Nordkolleg und Martinshaus der Conventgarten, Pelli-Hof, Hotel Hansen, Hotel 1690, Hotel Tüxen, Hotel Neuwerk, Hotel Rendsburg und Schumann’s Hotel Garni. In den genannten Adressen wurden im vergangenen Jahr – Dezember ausgenommen – insgesamt rund 35  600 Gäste und 75  300 Übernachtungen gezählt. Die durchschnittliche Bleibedauer betrug 2,1 Tage. Ein typischer Zeitraum für Radfahrer, die Rendsburg gewöhnlich am Nachmittag erreichen und oft zwei Nächte bleiben, um einen vollen Tag im größten Etappenziel zwischen Brunsbüttel und Kiel verbringen zu können.

Laut Monika Heise profitieren auch die großen Hotelbetriebe von den Radfahrern auf der Durchreise. „Sie haben auch in der Hochsaison noch ein Bett für eine Nacht frei“, sagt die Expertin. Bei den kleinen Gastgebern sei das oft nicht der Fall.

Einen der Hauptgründe für den Aufschwung sieht Rendsburgs Touristik-Chefin auch bei den Hotels selbst. Gleich mehrere Häuser hätten in den vergangenen Jahren ihr Angebot erneuert und erweitert. Heise: „Auch das holt zusätzliche Gäste in die Stadt.“

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erstellt am 18.Feb.2016 | 09:20 Uhr

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