Boom : Tourismus an Eider und Kanal wächst

Der Nord-Ostsee-Kanal ist für immer mehr Touristen ein beliebtes Ziel. Auch Einheimische unternehmen an seinen Ufern gern Touren.
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Der Nord-Ostsee-Kanal ist für immer mehr Touristen ein beliebtes Ziel. Auch Einheimische unternehmen an seinen Ufern gern Touren.

55 Prozent mehr Teilnehmer bei Pauschaltouren mit dem Fahrrad / Zahl der Übernachtungen in Rendsburg steigt

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11. Januar 2018, 14:19 Uhr

Der Tourismus am Nord-Ostsee-Kanal boomt. Allein in Rendsburg buchten Gäste von Januar bis Oktober 2017 fast 82 000 Übernachtungen – gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht das einem Anstieg von 4,4 Prozent. Diese Zahlen gehen aus der jüngsten Erhebung des Statistischen Amts für Hamburg und Schleswig-Holstein hervor.

Besonders stark wuchs die Nachfrage nach pauschalen Fahrradtouren am Kanal, die der Verein „Tourismus Mittelholstein“ vermittelt. Die Touren führen auf verschiedenen Etappen von Brunsbüttel nach Kiel und per Schiff zurück. Gegenüber dem Vorjahr stieg die Zahl der Teilnehmer um mehr als 55 Prozent auf 280 Personen. Hatten sich 2016 noch 65 Gruppen dafür angemeldet, waren es im vergangenen Jahr schon 70 Teams. Der Umsatz des Vereins nahm insgesamt um fünf Prozent, bei den Pauschalangeboten aber um rund 30 Prozent zu. „Ich bin damit sehr zufrieden“, sagt Mitarbeiterin Christiane Tepker. Für 2018 haben sich bereits 20 Gruppen angemeldet. Zu den Kunden zählen vor allem 50- bis 80-Jährige. Viele fahren mit Elektro-Rädern. Auf Wunsch lässt der Verein Mietfahrräder ins Hotel liefern.

Das Tourismusbüro im Alten Rathaus zählte 2017 fast 18 000 Kundenkontakte, rund 2000 mehr als im Vorjahr. Der Verein begann, sich verstärkt um internationale Gäste zu kümmern. Erstmals seit 2002 bildete er neue Stadtführer aus und hat den Stamm damit mehr als verdoppelt. 29 Kräfte stehen bereit. Sie bieten Touristen Führungen in Deutsch, Dänisch, Englisch, Französisch, Spanisch und Plattdeutsch an. Besonders Dänisch ist gefragt: Seit August wurden acht Stadtführungen und drei Adventsspaziergänge in dieser Sprache gebucht. „Rendsburg hat eine große Anziehungskraft auf Dänen.“ Die Zahl der Stadtführungen sank zwar leicht von 229 auf 223, könnte mit der neuen Mannschaft aber steigen.

Zu Beginn der neuen Saison im Mai will der Verein erstmals eine Freizeitkarte herausgeben. Sie zeigt weite Teile des Kreises Rendsburg-Eckernförde, auf der mehr als 200 Orte wie Restaurants, Quartiere, Museen, Parks und Cafés markiert werden. 50 dieser Punkte werden auf der Rückseite ausführlich beschrieben.

> www.tinok.de

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