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Wie in alten Zeiten : Total mürbe: Hafer dreschen mit Hindernissen

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Aus der Redaktion der Landeszeitung

Die Oldtimerfreunde Königshügel starteten die Vorführungen auf dem Heinrich-Krause-Hof mit Verspätung – Grund war ein technischer Defekt.

shz.de von
erstellt am 03.Jan.2014 | 06:00 Uhr

Das ist seit acht Jahren Tradition beim 55 Mitglieder starken Verein der Oldtimerfreunde Königshügel-Föhrden: Am letzten Sonntag eines Jahres wird nach Altväter-Art auf Heinrich Krauses Hof Getreide gedroschen und im nächsten Arbeitsgang zu Schrot gemahlen.

Dabei ist Voraussetzung, dass die rosa Dechentreiter Dreschmaschine aus der Zeit um 1940 so funktioniert, wie beim Probecheck geschehen. Leider machten bei der „Hauptvorführung“ zwei Holzleisten, die das Rütteln des Dreschgutes im Inneren der Maschine steuern, schlapp.

„Total möör (mürbe) vun de Wörm“, erklärte Karl-Heinz Meyer, der mit dem Vorsitzenden Jürgen Brügmann und anderen Vereinsmitgliedern über die Behebung des Schadens fachsimpelte. Die Lösung: Stabile Leisten mussten her. Heiko Pohl hatte Eschenholz vorrätig, aus dem das marode Teil flink erneuert werden konnte. Die alte Maschine schnaufte nach der „Operation“ ein paar mal und nahm ihren Dienst gehorsam wieder auf. Vor etlichen Zuschauern mit erfreulich vielen Kindern und Jugendlichen wurden die Hafergarben mit viel Staubentwicklung vom Boden aus in den Dreschkasten gestakt. Im Inneren wurde das Korn vom Stroh getrennt. Die Körner fielen durch die mechanisch angetriebene Dreschtrommel, danach durch einige Schüttelsiebe und anschließend in die befestigten Säcke. Die durch das Schütteln vom Korn getrennte Spreu wurde mit einem Gebläse herausbefördert; das Stroh fiel über einen Schüttler aus dem Gerät.

Den nächsten Arbeitsgang übernahm die alte Presse, die über eine Zapfwelle von einem Oldtimertrecker angetrieben wurde und das ausgedroschene Stroh in kleine, handliche Ballen presste. Die große Familie der Oldtimerfreunde feierte ihr Treffen zur Mittagszeit mit Suppe, danach mit Getränken für große und kleine Leute und mit Fachgesprächen.

Nachzutragen ist, dass der Hafer im Sommer mit einem historischen Mähbinder geerntet worden war, und dass der Verein mit dem zu Schrot verarbeiteten Getreide zwei Schweine groß zieht.

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