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Torsten Rasch – Überleben als Komponist

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

„Was man hat, muss man auch verkaufen können!“ Torsten Rasch ist Komponist. Davon zu leben, ist auch im 21. Jahrhundert nicht einfach, gestand er am Dienstagabend bei einem Besuch in Rendsburg. In der Christkirche hatte er nach zwei Jahren wieder einmal seinen Zyklus „Was bedeutet die Bewegung“ gehört.

Es war das letzte SHMF-Konzert dieser Saison in dem Sakralbau mit der hervorragenden Akustik: Matthias Goerne und das Ensemble Resonanz spielten Felix Mendelssohn, Torsten Rasch und Johann Sebastian Bach. Es war ein besonderes Erlebnis für Feinhörer, das überraschte.

Nach dem furios gespielten Mendelssohn-Oktett („Die haben alle bestimmt ein Kilo verloren“) traf man sich zum Ausklang im Pelli-Hof mit den Künstlern. Dabei waren auch Intendant Dr. Christian Kuhnt und der Komponist Torsten Rasch.

Im Gespräch mit der Landeszeitung berichtete Torsten Rasch über sein Leben als Komponist. Der gebürtige Dresdner Jahrgang 1965 hat Frau und Kinder, ist Alleinverdiener. „Man darf nicht zu weit in die Zukunft blicken, das ist nicht gut für die Gesundheit!“, gesteht er. Aber gerade hat ein Filmteam die Dreharbeiten über sein Leben beendet. Denn Rasch verdient seinen Lebensunterhalt seit 30 Jahren mit komponieren, hat lange in Japan gelebt, sich dort als Filmmusikkomponist und Arrangeur einen Namen gemacht. „Genau das Richtige“, erklärt Matthias Goerne. Der Sänger hat den Komponisten zur Instrumentierung der Mendelssohn-Lieder angeregt. „ Ich wollte keinen puren Komponisten für die Vertonung der Mendelssohn-Lieder gewinnen, sondern einen, der auch als Arrangeur arbeitet und dessen Musik berührt“, so Goerne.

Die Uraufführung des Werks fand im Leipziger Gewandhaus statt. „Vor zwei Jahren komponiert, habe ich den Zyklus mit meinen Zwischenspielen und der Fassung der Streicher-Begleitung heute wieder gehört“, berichtete Thomas Rasch nach dem Christkirchen-Konzert. Für Rasch war es immer noch aufregend, sein Werk von den Könnern des Hamburger Ensembles Resonanz zu hören. „Die Musik soll das Publikum ansprechen und wirken“, erklärt Matthias Goerne. Das ist gelungen.

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