31. LZ-Sommerturnier : Torreicher Auftakt in Jevenstedt

Der Schlusspunkt in einem unterhaltsamen Eröffnungsspiel: Jonas Richter (r.) trifft zum 6:1 für den TuS Jevenstedt.
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Der Schlusspunkt in einem unterhaltsamen Eröffnungsspiel: Jonas Richter (r.) trifft zum 6:1 für den TuS Jevenstedt.

22 Treffer fallen in den ersten vier Partien der 31. Auflage des Traditionsturniers. Gastgeber Jevenstedt und Titelverteidiger Vineta Audorf feiern Kantersiege.

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14. Juli 2014, 06:08 Uhr

Beim 31. LZ-Sommerturnier hat Titelverteidiger Vineta Audorf die Finalspiele erreicht. Ob es für sie um Platz ein oder drei geht, wird sich am Dienstag im Spiel gegen den Büdelsdorfer TSV entscheiden. Der Osterrönfelder TSV muss dabei darauf hoffen, dass der BTSV keine drei Punkte holt, um selbst das Spiel um Platz drei zu erreichen. In Gruppe B geht es am Donnerstag zwischen dem Rendsburger TSV und dem Gastgeber TuS Jevenstedt um den Einzug ins Finale. Beide besiegten am Wochenende den bereits ausgeschiedenen TuS Rotenhof.

Gruppe A
Osterrönfelder TSV – TSV Vineta Audorf 1:6 (1:2)
Die Vineten machten dort weiter, wo sie beim LZ-Turnier im vergangenen Jahr aufgehört hatten – mit begeisterndem Offensivfußball. „Der Ball lief schon ganz ordentlich“, übte sich Audorfs Trainer Norman Bock in Understatement und wollte das Ergebnis nicht überbewerten. „Osterrönfeld war nicht mit der besten Truppe am Start, das hat man deutlich gesehen. Deshalb kann ich die Höhe des Sieges gut einordnen.“ Auch OTSV-Coach Tim Fuhrmann sah in dem Fehlen wichtiger Spieler wie Lennart Halver, Felix Mosebach oder Kai Zapfe den Grund für die deutliche Niederlage. „Zudem ist Audorf schon eine Woche länger im Training. Bei uns fehlte in der zweiten Halbzeit einfach die Kraft, das hat Audorf eiskalt ausgenutzt.“ In den ersten 45 Minuten deutete noch nichts auf die hohe Niederlage des Verbandsligisten hin. Routinier Sven Dollnick hatte die Osterrönfelder per Kopfball nach Freistoß von Dennis Kock in Führung gebracht. Patrick Scheer nach feiner Vorarbeit von Tim Kluck (22.) und Ayendi Perez (25.) mit einem zweifelhaften Elfmeter – Kock soll Kluck im Strafraum regelwidrig zu Fall gebracht haben – drehten die Partie noch vor dem Seitenwechsel zugunsten der Vineten. Nach Wiederanpfiff dominierte dann der Titelverteidiger. Philipp Awe (53., 63.) und Tim Kluck (58., 68.) machten schließlich das halbe Dutzend für die Vineten voll.
 
Osterrönfelder TSV – Büdelsdorfer TSV 3:1 (1:0)
Die erste Halbzeit bot zumeist schwere Fußballkost – ein typisches Vorbereitungsspiel. Die Büdelsdorfer hatten dabei die etwas bessere Spielanlage mit den klareren Offensivaktionen, aber mit einer Defensive, die mehr Fehler machte. Eike Schneider nutzte einen dieser Fehler zum 1:0-Pausenstand und ein Eigentor von Lucas Wulf brachte die Vorentscheidung für die in der Folge immer besser aufkommenden Osterrönfelder. „Gegen Audorf wollten wir den Gegner früh stören. Heute haben wir aus einer kompakten Defensive heraus etwas abgewartet“, sagte OTSV-Co-Trainer Tim Fuhrmann. Nach dem zweiten Treffer von Schneider zum 3:0 war dann alles gelaufen. Der Freistoßtreffer von Niklas Knutzen zum 1:3 hatte nur noch statistischen Wert. „Man hat gesehen, dass die Abstimmung bei uns noch in keinster Weise funktioniert“, sagte Büdelsdorfs Trainer Adrian Königsmann.
Gruppe B
Tus Rotenhof – TuS Jevenstedt 1:6 (0:3)
Auch nach dem Abgang von Goalgetter Mirko Mrosek (zum TSV Kropp) läuft die Torfabrik von der Jevenau weiter auf Hochtouren. Gleich sechs Mal musste der bemitleidenswerte Marian Klein im Rotenhöfer Tor im Eröffnungsspiel hinter sich greifen. Thore Neben durfte sich als erster Torschütze auf dem neuen Platz in die Geschichtsbücher eintragen. Einen umstrittenen Elfmeter – Rotenhofs Christopher Runde sprang der Ball im Strafraum an die Hand – nutzte Neben zur 1:0-Führung für die Jevenstedter (18.). Und weil es so schön war, schlug Neben nach rund einer halben Stunde erneut zu. Einen Freistoß köpfte er zum 2:0 ein. Mit dem 3:0 sorgte Lukas Gersteuer (38.) bereits vor dem Pausenpfiff für eine Vorentscheidung. Auch im zweiten Durchgang waren die Gastgeber in ihrem Vorwärtsdrang kaum zu stoppen. Timo Klug (47.) traf zum 4:0, ehe auch die Rotenhöfer zwischendurch einmal jubeln durften. Robin Grell staubte nach einem Fehler von TuS-Keeper Malte Tischer zum 1:4 ab (76.), doch bereits 60 Sekunden später stellte Piet Gömpel (77.) den Vier-Tore-Abstand wieder her. Den Schlusspunkt zum 6:1 setzte Jonas Richter (86.) vier Minuten vor dem Abpfiff. „So wollten wir eigentlich nicht in das Turnier starten“, meinte Rotenhof-Coach Thomas Gosch, der sein Team allerdings auf vielen Positionen umbauen musste, da gleich zwölf Spieler fehlten. „Wir mussten viel improvisieren und haben viel probiert. Und wir haben viel verkehrt gemacht. Das Ergebnis ist natürlich enttäuschend.“ Ganz anders war hingegen die Gefühlslage beim Jevenstedter Trainer Michael Rohwedder. „Das hat riesig Spaß gemacht, den Jungs zuzusehen. Selbst nach der deutlichen Pausenführung haben sie nicht nachgelassen.“
TuS Rotenhof – Rendsburger TSV 1:3 (0:2)
Nach dem 1:6 am Vortag präsentierten sich die Rotenhöfer wesentlich besser. Eine erneute Niederlage konnte der TuS allerdings nicht verhindern. „Die Einstellung von zwei, drei Spielern gestern hat mich enttäuscht. Heute war das viel besser und die Leistung insgesamt auch in Ordnung. Für uns waren die Spiele zwei Trainingseinheiten unter Wettkampfbedingungen“, so TuS-Trainer Thomas Gosch. Der neu formierte Rendsburger TSV war über die meiste Zeit die dominierende Mannschaft. „Es war unser erstes Testspiel. Von daher konnte man genau so eine Partie erwarten, aber das sah phasenweise schon sehr ordentlich aus“, so Trainer Stephan Waskönig. Mustafa Korkmaz (10.), Thies Kalina (45.) und Malte Hehlert besorgten die Treffer beim verdienten RTSV-Erfolg. Christer Reiser sorgte für das zwischenzeitliche 1:2 (58.).
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