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Landeszeitung

16. Dezember 2017 | 10:54 Uhr

Spendenaktion : Tonnenweise Hilfsgüter

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Die Armut ist groß in Masuren in Polen. „Die Arbeitslosenquote liegt bei 30 Prozent“, sagt Wilfried Groß. Seit 2006 organisiert der stellvertretende Vorsitzende des DRK Fleckeby zwei Mal im Jahr einen Hilfstransport.

shz.de von
erstellt am 05.Nov.2014 | 06:00 Uhr

Mit gut zwölf Tonnen Hilfsgütern geht es am Sonnabend, 8. November, am frühen Morgen von der Kai-Uwe-von-Hassel-Kaserne aus in das 1100 Kilometer entfernte Masuren in den polnischen Teil des ehemaligen Ostpreußen. Damit gehören die Hilfstransporte zu den größten derartigen Aktionen in Schleswig-Holstein, sagt der Initiator und unermüdliche Spendensammler, Dr. Wilfried Groß aus Güby, der zusammen mit dem DRK-Ortsverband Fleckeby und Umgebung die Transporte organisiert und begleitet.

Seit über 20 Jahren gibt es diese Transporte in das ehemalige Ostpreußen, ursprünglich von Louisenlund aus nach Kaliningrad und seit 2006 in den polnischen Teil. Inzwischen sind mehr als 30 Kontaktstationen entstanden, darunter Sozialämter, Krankenhäuser, Altenheime, Kirchengemeinden, Schulen, Rotes Kreuz und Vereine der deutschen Minderheiten. „Masuren gehört zu den ärmsten Gebieten Polens“, betont Groß, die Arbeitslosigkeit liege bei 30 Prozent. Industrie gebe es kaum, und die kurze touristische Saison biete nur vorübergehend Verdienstmöglichkeiten. Viele Menschen leben unter sehr bescheidenen Verhältnissen. Deshalb werden weiterhin Spenden benötigt. Diese Gaben werden seit einem Jahr in einem leer stehenden Gebäude der Kropper Kaserne gelagert. Aber auch Geldspenden seien nötig. Denn allein pro Transport sind über 3500 Euro zu zahlen. Nicht eingerechnet seien Kosten für Unterkunft und Verpflegung für die Fahrtbegleiter. Ein Spendenkonto ist von dem DRK-Ortsverein Fleckeby und Umgebung bei der Fördersparkasse in Eckernförde eingerichtet worden. Informationen erteilt Wilfried Groß unter Telefon 0 43 54 / 200.

Fünf Soldaten der Bundeswehr und Helfer des Roten Kreuzes beluden den DRK-Lastzug mit Bekleidung, Schuhen, Wäsche, Spielzeug, Krankenbetten, Rollstühlen, Gehhilfen, mit Heimwerker-und Haushaltsgeräten und Möbeln. Allein 500 Kilogramm Lebensmittel werden mitgenommen.

Zu den Herbstfahrten gehört seit drei Jahren auch, dass die Vereine aufgerufen werden, für ein polnisches Kind ein Weihnachtspäckchen zu packen. So sind insgesamt 80 Pakete gespendet worden, die den evangelischen Kirchengemeinden Ryn und Ketrzyn übergeben werden.

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