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Landeszeitung

17. Oktober 2017 | 08:32 Uhr

Handball-SH-Liga : Titeltraum geplatzt

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Durch eine 28:29-Niederlage gegen die HSG Tarp/Wanderup hat die HSG Schülp/Westerrönfeld/Rendsburg am letzten Spieltag den schon sicher geglaubten Titel in der Handball-SH-Liga doch noch aus den Händen gegeben.

Es war das große Finale einer tollen Saison. Nur ein Sieg hätte der HSG Schülp/Westerrönfeld/Rendsburg am Sonnabend gefehlt und sie wäre als Meister der Schleswig-Holstein-Liga direkt in die Handball-Oberliga aufgestiegen. Den gab es gegen die HSG Tarp/Wanderup aber nicht. Das 28:29 (17:16) war der Nadelstich, der alle Meisterschaftsträume jäh zerplatzen ließ.

Natürlich kämpften die Spieler von Trainer Volker Paul wie die Besessenen. Und auch Tarp legte sich, sicherlich auch zusätzlich durch Versprechungen des TuS Lübeck motiviert, mächtig ins Zeug. So ergab sich eine Partie, die so eng und umkämpft verlief, als machten die Kontrahenten den Titel direkt untereinander aus. Trotz einer zwischenzeitlichen 7:4-Führung schaffte Westerrönfeld es schon in der ersten Halbzeit nicht, sich abzusetzen, sondern lag später mit 10:11 zurück, ehe es mit einem knappen Vorsprung in die Kabine ging. Volker Paul konnte sich auf seine Stammkräfte diesmal nur bedingt verlassen. Zwar traf Jens-Christian Woldt sieben Mal, Niklas Ranft sechs und Malte Pieper vier Mal, aber die Quoten stimmten nicht. „Jens wirft zehn Fahrkarten und unsere Außenspieler Cardis und Pieper haben nur eine Quote von 50 Prozent statt wie sonst 80 Prozent. Die Tore fehlten uns, wenngleich wir im Angriff gut gespielt haben“, meinte Paul.

Das Manko sah er gegen die sehr gut aufgelegten Tarper Rückraumschützen aber in der Deckung. „Da standen wir zu schlecht und lange fehlte auch die Torhüterleistung, um uns abzusetzen“, analysierte Paul. Leistungsgerecht wären seiner Meinung nach vier Treffer Abstand statt des einen zur Halbzeit gewesen. Nach dem Wiederanpfiff ermöglichte eine Schwächephase den Tarpern den 19:19-Ausgleich, anschließend fand Westerrönfeld nicht mehr in die Spur zurück. Als sich am Ende der Gästetrainer Matthias Hinrichsen, der mehrere Jahre in der Zweiten Bundesliga auf dem Buckel hat, selbst einwechselte und direkt erfolgreich war, trieb die Meisterschaft für die Gastgeber immer weiter weg und blieb unerreichbar. „Letztlich haben wir unser Saisonziel ja erreicht und jetzt noch die Möglichkeit, gegen den Zweiten der Hamburger Liga in der Relegation den Aufstieg klarzumachen. Es ist aber schon sehr ärgerlich, so kurz davor doch noch den Titel zu verspielen. Ich bin mir sicher, dass wir mit Dany Jüschke und Janek Fisch gewonnen hätten, aber sie waren nun einmal nicht fit“, sagte Paul enttäuscht. Der TuS Esingen wird Westerrönfelds Konkurrent sein, wenn am 18. April in Westerrönfeld und eine Woche später in Tornesch um den Aufstieg gespielt wird.

Böse Zungen behaupteten übrigens, dass die HSG-Verantwortlichen bereits Meisterschafts-T-Shirts besorgt hätten. „Davon weiß ich nichts, aber wenn dort Aufsteiger statt Meister draufsteht, dann kommen sie hoffentlich noch zur Geltung“, so Paul trocken.

HSG Schülp/Westerrönfeld/RD: Martensen, Tietjens – Sawitzki, Moreau (1), Hartwig, Pieper (4), Jüschke, Petriesas (5), Woldt (7), Seehase (2), Hannemann (1), Cardis (2), Ranft (6), Sievers.

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