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Landeszeitung

12. Dezember 2017 | 21:35 Uhr

Timmaspe : Timmaspe darf früher aufatmen

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Der erste Bauabschnitt auf der L 328 soll schon Mitte nächster Woche fertig sei. Verkehrsminister Meyer wies beim Lokaltermin Kritik vom Kreis zurück.

shz.de von
erstellt am 08.Mai.2014 | 12:39 Uhr

Es herrscht Betriebsamkeit auf der Landesstraße 328. Die Sanierung des 4,4 Kilometer langen Teilstücks zwischen Timmaspe und Nortorf schreitet zügig voran. Gestern verschaffte sich Verkehrsminister Reinhard Meyer vor Ort einen Überblick über den Stand der Dinge. Vor allem die durch die aktuelle Umleitung gebeutelten Timmasper dürften aufatmen, denn der erste Bauabschnitt soll – wenn das Wetter mitspielt – bereits in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag kommender Woche fertig und die Straße wieder für den Verkehr freigegeben werden, drei Tage früher als geplant.

„Die L 328 ist eine wichtige Landesstraßenachse und stand in unserer Priorität daher weit oben“, sagte er. Das Projekt sei eigentlich schon für das Jahr 2013 vorgesehen gewesen, dann aber sei die Rader Hochbrücke dazwischen gekommen, betonte Meyer. Das 2,1 Millionen Euro teure Projekt „L 328 Grundhafte Sanierung“ ist das erste, das aus dem Ende 2013 von der Landesregierung eingerichteten Sondervermögen Verkehrsinfrastruktur finanziert wird – und zwar vollständig. Dort stehen 38,5 Millionen Euro zur Verfügung, die bis 2017 in die Substanzverbesserung des rund 3600 Kilometer langen Landesstraßennetzes investiert werden sollen. „Zuletzt hat es eine große Debatte über den Zustand der Verkehrsinfrastruktur gegeben“, erklärte Meyer: „Sie ist ein Teil unseres Vermögens – und das dürfen wir nicht weiter verkommen lassen.“

Ulf Jacobsen, Sachgebietsleiter Baudurchführung beim Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr (LBV) Schleswig-Holstein in Rendsburg führte gestern über die Baustelle. „Wir sind froh, dass wir hier wieder ein großes Stückchen Straße erneuern können“, sagte er. Das alte, insgesamt 36 Zentimeter dicke und 32 000 Tonnen schwere Asphaltpaket sei abgetragen und abtransportiert worden. Mittlerweile sind eine rund zehn Zentimeter dicke Kiesschicht sowie zwei von drei neuen Asphaltschichten fertig. Die letzte Schicht Asphalt sollte gestern in Angriff genommen werden, doch da machte der Regen einen Strich durch die Rechnung. Insgesamt werden 26 000 Tonnen Asphalt und 10 000 Tonnen Kies verbaut.

Jacobsen erklärte, dass man sich einen „durchaus sportlichen Zeitrahmen“ gesteckt habe, um die Belastung für Timmaspe und die Region so gering wie möglich zu halten. Dementsprechend froh sei er darüber, dass der erste Bauabschnitt früher als geplant fertig wird. „Mit dem 15. Juni als Endtermin für die gesamte Baumaßnahme sollte das ungefähr hinkommen“, sagte er.

Minister Meyer zeigte sich zufrieden mit dem Baufortschritt, ließ die jüngst geäußerte Kritik vom Kreis Rendsburg-Eckernförde und Landrat Dr. Rolf-Oliver Schwemer am Baustellenmanagement (wir berichteten) aber nicht unkommentiert: „Ich bin einigermaßen genervt, wenn vom Kreis der Eindruck erweckt wird, dass wir ihn nicht ausreichend informiert haben.“ Es habe umfangreiche Vorgespräche mit allen Beteiligten gegeben. Zudem habe der LBV-Leiter Torsten Conradt dem Landrat Gespräche auf Chefebene angeboten, darauf aber keine Antwort erhalten.

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