zur Navigation springen
Landeszeitung

20. August 2017 | 01:09 Uhr

Mörel : Tim Hartmann mit Rekordzeit

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Extremläufer Uwe Schinz startete beim Möreler Waldlauf. Tamara Kruse-Heymann holte sich den Sieg auf der „kleinen Waldrunde“.

Von einem Gastläufer aus Ulm wurde Tim Hartmann beim Möreler Waldlauf zu einem neuen Streckenrekord getrieben. Der Osterstedter, der für Athletico Büdelsdorf startet, absolvierte die hügeligen 10,8 Kilometer in 38:16,9 Minuten und verbesserte damit seine eigene Bestmarke von 2012 (41:01,4) um fast drei Minuten. Nur sechs Sekunden langsamer (38:22,8) war Karsten Schubert von der TSG Söflingen Ulm, der derzeit in Wrohe zu Gast ist. Von Wrohe hatte Schubert sich mit dem Fahrrad nach Mörel aufgemacht, dann aber in Gnutz eine Reifenpanne gehabt, die ihn zwang, sich die restliche Strecke schon mal warm zu laufen. Nur dank des leicht verspäteten Veranstaltungsbeginns schaffte es der Ulmer überhaupt noch rechtzeitig zum Start im Möreler Moorstadion. „Im hohen Norden erwartet man ja eigentlich flache Weiten, aber da bin ich hier eines anderen belehrt worden“, meinte Schubert, „das ist eine recht anspruchsvolle Strecke.“ Schubert hat unlängst ein Trainingslager in Tirol absolviert und hatte deshalb wenig Mühe mit dem hügeligen Profil des Möreler Waldlaufs.

Noch weniger konnten die mittelholsteinischen Anstiege einen Extremsportler beeindrucken, der vor einem Vierteljahr noch durchs Himalaja gelaufen ist: Uwe Schinz, der im Mai an einem 200-Kilometer-Lauf (in sechs Etappen) durchs Königreich Bhutan teilgenommen hat. Anschließend hat der 62-Jährige, der als Jugendlicher in Mörel zu Hause war, noch einen Marathon in der Lausitz und einen Iron-Man-Wettkampf in Glücksburg absolviert. „Die letzten drei Läufe hatte ich noch etwas in den Knochen“, vermerkte Schinz, nachdem er zum ersten Mal den Waldlauf in seiner ehemaligen Heimatgemeinde hinter sich gebracht hatte: „Ich hab hier einige Stellen wieder erkannt, wo wir als Jungs rumgeströmert sind.“ Schinz, der sich den Organisatoren von „Appen musiziert“ angeschlossen hat und Geld für schwerstkranke Kinder sammelt (Infos dazu im Internet auf www.extremlaeufer.de), landete beim 10,8-km-„Wald & Wiesen“-Lauf auf dem 14. Platz., knapp vor Eike Rohweder (16.) aus Hohenwestedt. „Es geht anfangs immer nur bergauf, ein Anstieg nach dem anderen und dann ratzfatz wieder runter“, beschrieb Rohweder das „landschaftlich reizvolle“ Streckenprofil.

Als „traumhaft schön“ und gleichzeitig „sehr anspruchsvoll“ charakterisierte Doris Lewerenz aus Lentföhrden die „kleine Waldrunde“ (7,3 Kilometer), die sie zusammen mit vier weiteren „Kaki-Walkern“ aus Kaltenkirchen in Angriff genommen hatte. Doris Lewerenz (56:40,7) wurde Zweite hinter der Walking-Siegerin Tamara Kruse-Heymann (54:41,5) vom SV Hamweddel. Auf der „kleinen Waldrunde“ für die Läufer triumphierte wie im Vorjahr Thomas Dohse vom MTSV Hohenwestedt, und zwar in der neuen Streckenrekordzeit von 30:38,2 Minuten. SSV-Mörel-Chef Bernd Steinbach wurde auf dieser Strecke 10., Bürgermeister Klaus-Peter Lucht kam als 17. ins Ziel.

 

Karte
zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen