zur Navigation springen

Schweinejagd in Bildern : Tierfamilie in Mörel: Wie „Banana“ den Fängern ausbüxt

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Allein unter Rindern: Die junge Bache „Banana“ soll umgesiedelt werden. Ein Versuch, sie zu fangen, schlug aber fehl. Eine Schweinejagd in Bildern.

Mörel | Wildsau „Banana“ hat sich im Oktober einer Rinderherde angeschlossen. Und möchte - so scheint es, dort nicht mehr weg. Die junge Bache sollte am Montagvormittag eingefangen werden, um dann in den Erlebniswald Trappenkamp zu kommen, wo es artgerechtere Spielkameraden für sie gibt.

Aber die junge Wildschweindame will offenbar zumindest das Weihnachtsfest noch im Kreise ihrer liebgewonnenen Wahlfamilie feiern.„Komm, komm, komm! Komm hiieerheeer! Komm, komm, komm!“ Anlocken lässt Wildschweindame „Banana“ sich. Was aber nicht bedeutet, dass sie auf die Fangversuche von „Schweineflüsterern“ hereinfällt.

Zunächst verläuft die Fangaktion nach Plan: „Banana“ nimmt gern die leckeren Apfelstückchen aus dem Eimer von Jagd- und Forstwirt Marcel Zickermann. Der will das Schwein nun beim Fressen mit einer Überraschungsattacke dingfest machen, damit es auf einen Anhänger verladen werden kann.

Doch „Banana“ ist nicht leicht zu fassen.

 
 

Marcel Zickermann kann die Wildsau nicht festhalten und muss sie laufen lassen.

heutefang6

Und „Banana“ weiß genau, wohin sie flüchtet: Ab geht´s in den Schutz der Herde.

 
 

Nach zwei Stunden mit ebenso schweißtreibenden wie vergeblichen Lock- und Fangbemühungen sind die Schweinefänger mit ihrem Latein am Ende. „Fast hätte ich sie gehabt“, sagt Zickermann, für den die Fangaktion trotz jahrelanger Berufserfahrung mit Schwarzwild Neuland ist: „Wir haben noch nie ein Schwein aus einer Rinderherde herausgefangen – das ist eine Ausnahmesituation.“ Nach zweieinhalb Monaten allein unter Rindern ist „Banana“ ja auch kein ganz normales Wildschwein mehr: „Wahrscheinlich denkt sie, sie ist eine Kuh.“

Eine Stunde später wird der Fangversuch erfolglos abgebrochen. „Wir wollen das erschöpfte Tier ja auch nicht überreizen“, betont der Wildschweinexperte, „es ist besser, wenn man mit dem nächsten Versuch jetzt ein paar Tage wartet, dann ist die Chance, es zu kriegen, auch wieder größer – wir wollen ja, dass die Aktion so human wie möglich für das Schwein abläuft.“

zur Startseite

von
erstellt am 22.Dez.2015 | 00:32 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen