Hohenwestedt : Thomashaus für kirchliche und soziale Dienste

Das Thomashaus: Das kirchliche Gemeindehaus, das früher als landwirtschaftliche Lehranstalt diente (1870-1960), soll für 200  000 Euro umgebaut werden.
1 von 2
Das Thomashaus: Das kirchliche Gemeindehaus, das früher als landwirtschaftliche Lehranstalt diente (1870-1960), soll für 200 000 Euro umgebaut werden.

Die Kirchengemeinde Hohenwestedt baut das Gemeindehaus für 200 000 Euro um.

von
27. Juni 2014, 06:00 Uhr

Das Thomashaus der Kirchengemeinde Hohenwestedt soll sich in Zukunft als Heimstätte für alle kirchlichen Angebote und sozialen Dienste präsentieren. Um den Einzug der Schwesternstation ins Gemeindehaus zu ermöglichen, sind umfangreiche Umbauarbeiten nötig, die rund 200 000 Euro kosten werden. Die Bauarbeiten sollen beginnen, sobald die erhofften Zuschüsse aus dem Städtebauförderungsprogramm „Kleinere Städte und Gemeinden“ fließen.

Das Thomashaus, die frühere landwirtschaftliche Lehranstalt Hohenwestedt (1870-1960), sei als Gemeindehaus „viel zu groß geworden“, meint Pastor Christian Carstens: „Als Kirchengemeinde haben wir deutlich weniger Mitglieder als noch vor 30 Jahren.“ Als das Thomashaus 1976 zum Gemeindehaus wurde, waren 80 Prozent der Bevölkerung in der Kirche – heute sind es nur noch knapp 60 Prozent. Ein Verkauf des „zu groß gewordenen“ Thomashauses sei in den kirchlichen Gremien diskutiert, aber letztlich verworfen worden, berichtet Carstens.

Das Thomashaus soll noch mehr als bislang schon eine Heimstätte für soziale und diakonische Dienste werden, mit denen die Kirche auf aktuelle Probleme reagiert. „Wir stellen uns den ganz konkreten Bedürfnissen und Anforderungen der Menschen im Ort“, betont Carstens und kündigt den Umzug der Schwesternstation von der benachbarten Thomashauspassage ins Thomashaus an. Die von den Kirchengemeinden Hohenwestedt und Todenbüttel getragene Schwesternstation mit 42 Mitarbeiterinnen wird sich weiterhin um die 19 betreuten Wohnungen in der Thomashauspassage kümmern. Zusammen mit der Schwesternstation soll die Sozialstation ins Erdgeschoss des östlichen Thomashausflügels einziehen.

Um Platz für die Schwestern zu machen, müssen das Kirchenbüro und die Pfadfinder ins Obergeschoss des Thomashauses umziehen. Außerdem soll das Parkplatzangebot hinter dem Thomashaus erweitert werden. „Wir haben unsere Umbaumaßnahme fürs Städtebauförderungsprogramm der politischen Gemeinde mit angemeldet“, teilt Kirchengemeinderats-Chefin Renate Tank mit. Die Hohenwestedter Tafel behält ihre Räumlichkeiten im Thomashaus-Keller, die Säle stehen weiterhin für kirchliche Feste zur Verfügung.Über den Verbleib der DRK-Kleiderkammer, in deren bisherigen Raum das Kirchenbüro einzieht, wird noch mit dem DRK-Ortsverein verhandelt.

Mit dem künftigem „Haus für die Kirchengemeinde und soziale Dienste“ will die Kirche zeigen, dass sie sich der Probleme annimmt, die mit dem demografischen Wandel und um sich greifender Verarmung einhergehen. Das Thema „würdevolles Leben im Alter“ ist Pastor Carstens besonders wichtig, und in diesem Zusammenhang steht auch ein Bauprojekt im Conradiring. Dort will die Kirchengemeinde 6000 Quadratmeter ungenutzte Friedhoffläche für einen Investor bereitstellen, der dort 21 seniorengerechte Mietwohnungen im Bungalowstil bauen will, inklusive einer Wohngemeinschaft für demenziell Erkrankte.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen