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Modellbahnen : Termin beim „Lok-Doktor“

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Claus-Christian Bock repariert defekte Mini-Eisenbahnen. Während seiner Sprechstunde bei der Modellbahnbörse in Hohenwestedt suchten ihn viele Sammler auf, um die richtige Diagnose für ihre wertvollen Stücken zu erhalten. Nächste Börse am 30. März 2014.

Alle Hände voll zu tun hatte „Lok-Doktor“ Claus-Christian Bock bei der Modellbahnbörse im Sport- und Jugendheim. Horst Gramm aus Rendsburg zum Beispiel hatte eine defekte Minilok der einstigen DDR-Marke „Piko“ mit nach Hohenwestedt gebracht. Diagnose: Motorschaden. „Erst rast sie ganz normal los, dann wird sie immer langsamer, und dann rührt sich gar nichts mehr“, beschrieb Gramm die Krankheitssymptome der Lok, die auf seiner heimischen Anlage einen Spezialzug der ehemaligen DDR-Staatsführung zieht.

In der Landeszeitung hatte der Rendsburger vom Gastspiel des „Lok-Doktors“ in Hohenwestedt gelesen und Hoffnung für sein seltenes Sammlerstück gesehen: „Zum Wergwerfen ist die Lok auf jeden Fall zu schade.“ „Total verölt und verschmiert“, lautete das Urteil von Claus-Christian Bock, der die über 20 Jahre alte Lok wieder zum Laufen brachte.

Der „Lok-Doktor“ aus Averlak war zum zweiten Mal im Sport- und Jugendheim zu Gast und will auch bei der nächsten Hohenwestedter Modellbahnbörse am 30. März 2014 wieder dabei sein. Offiziell heißt die Veranstaltung von Hohenwestedt-Marketing: „Modelleisenbahn-, -auto- und Spielzeug-Börse“. Klar, dass Gerd und Elfie Roder an ihrem zwölf Meter langen Stand alle drei Angebotsfelder abdeckten. Die Hohenwestedter präsentierten neben Unmengen von Modelleisenbahnzubehör auch die dazu passenden Spielzeugautos sowie allerlei Stofftiere. Neu im Sortiment hatten Gerd und Elfie Roder Sammlerpuppen aus den 30er bis 50er-Jahren. Bei den Miniloks reichte das Angebot der beiden von Modellen aus den 50er-Jahren bis zu den aktuellen ICEs. „Die Kunden haben unterschiedliche Epochen-Wünsche“, weiß Gerd Roder, dessen Sortiment zu 80 Prozent aus gebrauchtem Zubehör und zu 20 Prozent aus Neuware besteht. Am tiefsten in die Tasche greifen muss man bei dem „Komplett-Startpaket für Vater und Sohn“ (Roder), das unter vielem anderen auch zwei digital gesteuerte Loks mit Betriebssound enthält und 400 Euro kostet.

Nicht viel günstiger dürfte das sehr spezielle Sammlerstück gewesen sein, das Roder bei einem seiner Kollegen ausfindig machte. „Das hab ich für meine eigene Bahn gefunden“, sagte der Hohenwestedter und präsentierte stolz eine fast 100 Jahre alte, per Hand zu steuernde Märklin-Weiche der Spurweite 0. Kostenpunkt? „Das sag ich nicht, das war ein Freundschaftspreis“, erklärte Roder, der als überzeugter Modellbahnfan genauso denkt wie seine Stammkunden: „Von diesen Sachen kann man nie genug haben.“ Am 17. Oktober eröffnet Roder sein saisonales Modelleisenbahngeschäft in der Rendsburger Straße 10 in Hohenwestedt, das dann wie gewohnt Mitte Februar wieder seine Pforten schließen wird.

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erstellt am 02.Okt.2013 | 15:45 Uhr

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