Polizeikontrolle Rendsburg : Temposünder zeigen sich einsichtig

Mit einem modernen Lasergerät messen die Polizeibeamten die Geschwindigkeit und Entfernung der Temposünder. Vier Verstöße gab es auf der Schleswiger Chaussee.
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Mit einem modernen Lasergerät messen die Polizeibeamten die Geschwindigkeit und Entfernung der Temposünder. Vier Verstöße gab es auf der Schleswiger Chaussee.

Im Rahmen der landesweiten Kontrollwoche führte die Polizei Tempomessungen in Rendsburg und Osterrönfeld durch. Mit einem Laser-Messgerät ermitteln die Beamten die Geschwindigkeit der Autofahrer.

shz.de von
08. August 2018, 17:34 Uhr

Rendsburg | „Meine Frau hat mich noch vorher über Whatsapp gewarnt“, ärgert sich Torsten Linke. Der Schacht-Audorfer ist mit seinem Kleintransporter in Höhe der Seniorenwohnanlage „Neue Heimat“ (Schleswiger Chaussee) zu schnell gefahren. Im Detail war er 20 Kilometer pro Stunde über dem Limit. Noch ehe er in der Tempo-30-Zone auf die Bremse drücken konnte, sah er auch schon die rote Kelle, die ein Polizist in die Höhe hielt.

Mithilfe eines Laser-Messgerätes, das einem Fernglas ähnelt, wurde innerhalb von Sekunden die exakte Entfernung und Geschwindigkeit ermittelt. Nach dem Tatvorwurf nahmen die Beamten die Personalien auf. In ein bis zwei Wochen soll der Bußgeldbescheid dann in Linkes Postkasten liegen. „Das ist natürlich ärgerlich, aber es ist einfach meine eigene Schuld gewesen“, so Torsten Linke. Der Schacht-Audorfer war einer von zwölf Temposündern, die bei der Aktion in Radarfallen des Polizeireviers Rendsburg tappten. An der Kieler Straße wurden sieben Verstöße ins Protokoll aufgenommen. Statt der erlaubten 50 Kilometer pro Stunde, brachte es ein Autofahrer sogar auf Tempo 71 – er war damit Spitzenreiter des Tages. Im Verlauf des Vormittags drückte dann ein Verkehrsteilnehmer auf der Bokelholmer Chaussee in Osterrönfeld zu sehr aufs Gaspedal. Ihm folgten vier weitere auf der Schleswiger Chaussee.

Mit der Aktion beteiligten sich die Rendsburger Beamten an einer landesweiten Kontrollwoche. Besonders Einrichtungen wie Krankenhäuser, Pflegeheime und Kindergärten standen im Fokus der Geschwindigkeitsmessungen. Das Fazit für Rendsburg: „Es waren alle einsichtig“, so Polizeikommissarin Franziska Thomsen. Dass es am Ende des Tages „nur“ zwölf Delikte wurden, sei positiv. Michael Heinrich, Polizeidirektion Neumünster, betonte: „Unser Ziel ist es ja nicht, so viele Strafzettel wie möglich zu verteilen.“ Es gehe vielmehr um die Verkehrssicherheit. Er stellte fest: „Die Mehrheit hat sich heute an die Regeln gehalten.“

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