Rendsburg : Taschendiebe machen um Rendsburg einen Bogen

Wertvolle Gegenstände sollten besser in Innentaschen getragen werden. Ansonsten hätten Langfinger, wie hier auf unserem gestellten Bild, leichtes Spiel.
Wertvolle Gegenstände sollten besser in Innentaschen getragen werden. Ansonsten hätten Langfinger, wie hier auf unserem gestellten Bild, leichtes Spiel.

Während die Zahl der Taten bundesweit in die Höhe schnellt, können sich die Innenstadt-Kunden in Rendsburg sicher fühlen.

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11. Dezember 2014, 06:00 Uhr

Taschendiebstähle nehmen rasant zu – vor allem in deutschen Großstädten. Die Rendsburger hingegen müssen sich nicht allzu sehr um ihr Hab und Gut sorgen: Taschendiebstähle sind selten, die Zahlen zwischen 2013 und 2014 sogar gesunken. Zwischen Januar und November letzten Jahres kamen 32 Handtaschen oder deren Inhalt abhanden, im selben Zeitraum waren es in diesem Jahr 27 registrierte Fälle.

Damit das so bleibt und keiner so kurz vor Weihnachten eine böse Überraschung erlebt, hat Sönke Hinrichs von der Polizeidienststelle in Neumünster einige Tipps parat. „Grundsätzlich geht es darum, den Dieben das Stehlen so schwer wie möglich zu machen. Vor allem im engen Gedränge von Weihnachtsmärkten und Kaufhäusern haben Langfinger derzeit leichtes Spiel“, so der Pressesprecher. Bargeld, wichtige Dokumente und Wertgegenstände gehören besser in Innen- statt in Außentaschen. Handtaschen sollten niemals unbeaufsichtigt in Einkaufswagen liegengelassen werden. „Es gilt die Regel: Je näher ich etwas am Körper trage, umso geringer ist die Gefahr, dass es geklaut wird“, erklärt der Fachmann. Wer seine Kostbarkeiten dann auch noch auf verschiedene Innentaschen verteilt, der streut auch das Risiko. Eine weitere Möglichkeit, den Schaden im Fall der Fälle so gering wie möglich zu halten, ist, nur so viel Geld mitzunehmen wie voraussichtlich für den Einkauf benötigt wird.

Auch im Rendsburger Einzelhandel ist Diebstahl allzeit ein Thema. „Die dunkle Jahreszeit ist für Kriminelle besonders einladend. Wir müssen vor allem auf die Auslagen vor unserem Geschäft achten“, berichtet Peter Althaus vom WMF-Geschäft. „Die Laternen vor der Tür haben wir deshalb angekettet.“ Für den Juwelier Becher stellen Langfinger ein ganzjähriges Problem dar. Verschlossene Vitrinen, Überwachungskameras und nicht zuletzt aufmerksame Kunden halten den Schaden aber gering. „Da bewegen wir uns im Promillebereich“, berichtet Inhaber Rüdiger Gerlach.

Die Mitarbeiter von I.D. Sievers haben es nicht selten mit organisierter Kriminalität zu tun. „Bei uns wurden schon Ladendiebe geschnappt, die Zettel mit Bestellungen bei sich trugen, was sie klauen sollen“, so der Geschäftsführer Axel Bornhöft. Dabei landen nicht nur kleine Teile in den Taschen: „Hier wurden auch schon Kissen und Bettdecken geklaut.“ Geschultes Personal und ein Ladendetektiv haben allerdings ein gutes Auge für Verdächtige und können viele Taten schon vorab vereiteln.

Wer trotz aller Sicherheitsmaßnahmen kriminelle Handlungen beobachtet, der sollte unbedingt sofort die Polizei anrufen. So werden Einkaufsbummel oder Weihnachtsmarktbesuch zum gemütlichen Erlebnis und nicht zur bösen Überraschung.

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