zur Navigation springen

Handball-SH-Liga der Männer : Tarp/Wanderup bleibt der Angstgegner

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

In der Handball-SH-LIga der Männer kassierte die HSG Schülp/Westerrönfeld/Rendsburg eine bittere 27:36-Heimniederlage gegen die HSG Tarp/Wanderup. Damit verloren die Westerrönfelder die letzten vier Spiele gegen die Tarper.

Eigentlich wollten die Handballer der HSG Schülp/Westerrönfeld/Rendsburg am Sonnabend ihren „Tarp-Komplex“ ablegen, doch er wurde noch größer. Anstatt sich für die schmerzhafte Niederlage im letzten Spiel der Vorsaison, die den Nichtaufstieg bedeutete, zu revanchieren, verlor das Team von Trainer Volker Paul deutlich mit 27:36 (13:19). Damit gingen die letzten vier Partien gegen die „Wölfe“ verloren. Woran liegt diese punktuelle Schwäche einer Mannschaft, die jede andere in ihrer Liga schlagen kann? Trainer Volker Paul formuliert es so: „Ohne Tore gibt es keinen Sieg.“ Damit hat er zweifelsfrei Recht, aber bei 36 Gegentoren in der eigenen Halle wird deutlich, dass die Schwächen in diesem Spiel nicht nur im Angriff zu finden waren.

Die Partie begann sehr traurig. In einer Schweigeminute wurde dem Vater Niklas Ranfts gedacht, der kürzlich unerwartet verstorben ist. Danach ging es sportlich los und das Spiel fing aus HSG-Sicht sehr vielversprechend an. Bis zur 20. Minute war es mit 10:10 knapp und Westerrönfeld setzte Tarp gut unter Druck. „Was dann folgte, waren die schwächsten zehn Minuten seit dem Spiel gegen die HSG Ostsee“, haderte Paul mit der dann folgenden Leistung seiner Mannschaft, die sich das Zepter vollständig aus der Hand reißen ließ. Nur kurze sechs Minuten später hatte sich die HSG Tarp/Wanderup auf 18:11 abgesetzt. „Das lag an der schwachen Angriffsleistung, die sich in der zweiten Hälfte fortsetzte. Insgesamt hatten wir 28 Fehlversuche und 12 technische Fehler. Mit 40 weggeworfenen Bällen kann keine Mannschaft gewinnen!“, schimpfte Paul, für den der Statistikzettel an diesem Tag wenig Erbauliches bereithielt. Acht Gegentore in sechs Minuten sind einfach zu viel, selbst bei einer guten Angriffsleistung. Doch wie so oft hängt beides zusammen, sodass sich die Tarper immer wieder auch über Kontergeschenke freuten.

Pfeiler des Tarper Spiels waren an diesem Tag der Torhüter Daniel Schäfer und Rückraummann Niels Uwe Hansen, der 16 Feldtore warf. Die Bestleistung beider konnten die Westerrönfelder nicht verhindern. Die Hypothek der ersten Halbzeit wurde in der zweiten nur kurzfristig abgetragen, denn näher als drei Tore (18:21) kam Westerrönfeld nicht mehr ran. „Die Statistik zeigt, dass unsere rechte Angriffsseite mit 14 Toren gut funktionierte, die linke aber mit nur 7 zu schwach war“, kritisierte Paul nach einem „wieder einmal gebrauchten Tag gegen Tarp.“


HSG Schülp/Westerrönfeld/RD: Tietjens, Oviedo– Pieper (4), Woldt (2/1), Petriesas (9/3), Sawitzki, Walder (2), Kohnagel (1), Reick (2), Cardis, Seehase (2), Ranft (5).

Karte
zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen