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Landeszeitung

21. Oktober 2017 | 07:14 Uhr

Tanzsport : Tanzen auf höchstem Niveau

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Bei den 26. Baltic Youth Open begeisterte der Tanz-Nachwuchs im Alter von 7 und 18 Jahren im Hohen Arsenal die Wertungsrichter und das Publikum. 499 Paare sorgten für ein Rekordmeldeergebnis.

David Jenner und Elisabeth Tuigunov mussten sich nach der Siegerehrung mächtig beeilen. Das Duo von „Die Residenz Münster“ hatte souverän die Wertung bei den Junioren I B in den Lateinamerikanischen Tänzen gewonnen. Nun hieß es für Jenner und Tuigunov sich schnell umzuziehen, denn die beiden gingen bei den 26. Baltic Youth Open auch in den Standard-Tänzen bei Junioren I B an den Start. Die Konzentration auf ihren zweiten Wettbewerb innerhalb von 20 Minuten litt nicht unter der Zeitnot. Cousin und Cousine zeigten sich auch hier der Konkurrenz deutlich überlegen. Die Wertungsrichter setzten sie beim Langsamen Walzer, Tango, Wiener Walzer, Slow-Fox und Quickstep jeweils auf Platz 1. Ihr erfolgreiches Rendsburger Wochenende rundeten beide jeweils mit zweiten Plätzen in der älteren Klasse B II in Latein und Standard ab.

Die Münsteraner waren indes nicht die einzigen Doppelstarter. Insgesamt 22 Paare hatten für Latein und Standard in zwei Altersklassen gemeldet. Das spricht schon für eine gute Kondition. Die ist aber auch erforderlich, um ein solches Pensum durchzustehen. Für die guten Paare, die die Finalrunde erreichten, kamen da schon gut 40 Minuten Tanzen auf höchstem Niveau zusammen. „Neben tanzsportlichen Übungen arbeiten wir im Training auch an der Kondition“, erklärten Hannes Ehrenbrecht und Elisabeth Knol vom Tanzsportclub Blau-Gold Burg.

Angeboten wurden 51 Wettbewerbe, darunter vier DTV-Ranglisten-Turniere (Junioren II B-Standard, Jugend A-Latein, Junioren II B-Latein und Jugend A-Standard) und drei Breitensportwettbewerbe. Dabei gab es mit 499 Paaren im Alter von 7 bis 18 Jahren einen neuen Teilnehmerrekord. Im Blickpunkt standen die Ranglisten-Turniere. Erwartungsgemäß gab es hier das höchste Niveau. Was auf der 10x15 Meter großen Tanzfläche im Hohen Arsenal, die von begeisternden Zuschauern eng umsäumt war, geboten wurde, war einfach top. Die Paare versuchten, verwirrende Schrittfolgen mit der Musik in Einklang zu bringen und bei den Wertungsrichtern zu punkten. Die Spitzenpaare zelebrierten ihre Tänze förmlich. Das war schon ein Augenschmaus an Anmut, Leichtigkeit und Grazie. Und das alles verpackt in „frechen“ Kleidern der jungen Damen sowie eleganter Kleidung der jungen Männer, bei denen teilweise auch ein dezentes Make-up auszumachen war. Getragen wurde die Veranstaltung aber auch von einer prächtigen Stimmung. Immer wieder wurden die Paare von ihren Anhängern lautstark angefeuert.

Die Baltic Youth Open haben einmal mehr bestätigt, dass sie zu den vier besten Jugendturnieren in Deutschland zählen. Hier startete einst auch Annette Sudol (TSC Astoria Stuttgart), die amtierende Weltmeisterin im Standard-Tanz. Rendsburg war auch Ausgangspunkt für die Süddeutschen Anton Skuratov/Alena Üehlin. Sie zählen heute zur Weltspitze.

Freudige Gesichter gab es nicht nur bei Siegern und Platzierten, auch Landesjugendwartin Merle Tralau und Jugendpressesprecher Robert Quakernack hatten allen Grund zum Strahlen. „Unsere Erwartungen wurden nicht nur wegen des Rekordmeldeergebnisses übertroffen. Auch leistungsmäßig wurde viel geboten“, sagte Tralau. „Auch unterhalb der Ranglisten-Turniere boten die Paare ein starkes Niveau. Da scheint es keine Sorgen zu geben“, meinte Quakernack.

Sportlich mischten Rendsburger Aktive nicht mit. Dennoch trugen besonders das TSZ Rendsburg und der TSC Osterrönfeld mit Ingrid und Walter Hintz an der Spitze zum Gelingen bei. „Sie haben uns tatkräftig unterstützt“, lobte Merle Tralau das Engagement der hiesigen Tanzclubs.


>Alle Ergebnisse unter www.tanzen-in-sh.de.

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