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Landeszeitung

18. August 2017 | 04:03 Uhr

Reiten : Tanz der Pferde auf dem Batz

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Die Neumünsteranerin Karin Winter-Polac bricht bei der S***-Prüfung beim Dressurturnier auf dem Batz in Thaden in internationale Phalanx ein. Der gastgebende RuFV Hanerau-Hademarschen verzeichnet eine Rekordbeteiligung.

Piaffen, Passagen und Pirouetten: Auf dem Batz in Thaden war drei Tage lang die hohe Kunst des Dressurreitens zu bewundern. Wie international es beim Tanz der Pferde im Dressurgeviert zuging, zeigte schon die ausschließlich mit Profi-Reitern besetzte Klasse S***-Prüfung zum Abschluss des ersten Turniertages: Den „Preis der Münsterdorfer Mobiliengilde“ gewann bei strömenden Regen die Finnin Emma Kanerva vor Karin Winter-Polac (Neumünster), Antonia Christine Jacobsen (Norwegen) und Nuno Palma E Santos (Portugal).

Drei Tage, elf Prüfungen, 320 Nennungen: Bei der fünften Auflage seines reinen Dressur-Turnierwochenendes konnte der Reit- und Fahrverein Hanerau-Hademarschen und Umgebung eine neue Rekordbeteiligung vermelden. „Früher haben wir die Dressurprüfungen während unseres großen Springturniers abgehalten“, berichtete Dagmar Lamprecht vom Organisationsteam, „aber damit die Dressur nicht nur so nebenher stattfindet, sondern besser zur Geltung kommt, haben wir beschlossen, ein eigenes Turnier speziell für die Dressurreiter zu veranstalten.“ Nach fünf Jahren zeigt die abermalige Rekordzahl von Nennungen, wie beliebt das neue Event mittlerweile bei den Dressur-Spezialisten ist. „Unser Turnier hat sich in Holstein bereits etabliert“, vermerkte Lamprecht. Für internationales Flair sorgten Reiter aus dem europäischen Ausland, die in Schleswig-Holstein leben und arbeiten wie zum Beispiel Nuno Palma E Santos, der als Pferdetrainer in Moorrege zu Hause ist und für den RFV Wedel an den Start geht. Der Elbdörfer und Schenefelder RV wurde durch zwei Skandinavierinnen vertreten: Emma Kanerva aus Finnland und Antonia Christina Jacobsen aus Norwegen.

Kanerva, Jacobsen und Palma E Santos gehörten allesamt zum 19-köpfigen Teilnehmerfeld des ersten Turnierhöhepunkts: einer S***-Dressurprüfung um den „Preis der Münsterdorfer Mobiliengilde“. „Wenn man das mit dem Fußball vergleicht, könnte man sagen: S-Prüfungen sind ungefähr 3. Liga, S*** aber schon 2. Liga“, erläuterte Dagmar Lamprecht. Die geforderten Elemente sind die gleichen, wie sie auch von den Besten der Zunft bei den Olympischen Spielen präsentiert werden: das Traben auf der Stelle bei der „Piaffe“, das erhabene Zeitlupen-Traben bei der „Passage“, der Hopserlauf beim „Serienwechsel“, das Seitwärts-Traben oder -Galoppieren bei der „Traversale“ und das sich-auf-der-Stelle-im-Kreis-Drehen bei der „Pirouette“. In der S***-Prüfung mussten innerhalb von sechs Minuten 35 Elemente gezeigt werden. Begutachtet wurden die tänzerischen Vorführungen der Pferde vom Richter-Trio Lieselotte Ebrecht, Claudia Rating und Sven-Carsten Buttgereit. Die drei Experten vergaben die meisten Punkte an Emma Kanerva, die auf „Sini Solina“ durchs Geviert tanzte. Die Finnin siegte mit einer Gesamtpunktzahl von 808,50 Punkten vor Karin Winter-Polac von der TRSG Holstenhalle Neumünster auf „Simsalabim“ (788 Punkte) und Antonia Christine Jacobsen auf „Danny“ (787 Punkte). Die Dressurprüfung Klasse S*** Grand Prix Kür gewann gestern zum Abschluss Palma E Santos auf „Rose Responce“ mit 44,130 Prozentpunkten vor Marita Ziepa (RuFV Elmshorn/43,390) auf „Cipriano“ und Winter-Polac auf „Simsalabim“ (42,500).

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erstellt am 12.Jun.2017 | 06:00 Uhr

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