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Norderstapel : „Tante Senf“ schließt nach 44 Jahren

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Ihre Kunden nennen sie „Tante Senf“: Jetzt hat Bärbel Schröter ihren Verkaufswagen geschlossen.

„Tante Senf“ hat ihren Imbiss geschlossen. An ihrem 84. Geburtstag machte Bärbel Schröter ihre letzten Pommes frites. „Es hat immer Spaß gemacht“ sagt sie, wenn man sie fragt, warum sie in ihrem hohen Alter immer noch in dem Verkaufswagen steht, der zum festen Bestandteil des Dorfbildes von Norderstapel gehört. Schluss ist für sie aber im Prinzip immer noch nicht. Denn den kleinen Bierverlag, mit dem 1964 alles mal angefangen hat, betreibt sie weiter.

Den Imbisswagen gibt es seit 1972. Mit dem sind sie und ihr Mann Günter auch über die Märkte gezogen. Zudem hat Schröter Feste bewirtet und auch an den Friedrichstädter Festtagen teilgenommen. „Meine Mutter hatte immer 362 Tage im Jahr geöffnet“, weiß Sohn Stefan, „nur Weihnachten und Silvester blieb die Fritteuse kalt.“

Die Gesundheit und die kalte Jahreszeit fordern aber jetzt ihren Tribut – der Bierverlag bleibt aber in Betrieb: „Ich brauche die Bewegung“, sagt das Geburtstagskind. „Tante Senf“ wie sie von ihren Kunden liebevoll neckend genannt wird, freut sich schon auf die Stammkundschaft, die versprochen hat, häufiger im Laden vorbeizuschauen. Nur die Frage nach dem Senf für die Wurst – die wird es nicht mehr geben.

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