Straßenausbau : Tanneck wird für die Stadt ein teures Pflaster

Die Straße Tanneck wurde vor knapp vier Jahren komplett saniert. Die Kosten für die Bauarbeiten belaufen sich auf mehr als eine halbe Million Euro.
Die Straße Tanneck wurde vor knapp vier Jahren komplett saniert. Die Kosten für die Bauarbeiten belaufen sich auf mehr als eine halbe Million Euro.

Der Straßenausbau im Bereich Tanneck/Raiffeisenstraße kommt der Stadt teurer zu stehen, als bisher angenommen. 140 000 Euro müssen für die Sanierungsarbeiten gezahlt werden.

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07. Mai 2015, 05:31 Uhr

Nach den häufigen Diskussionen um hohe Beiträge für Anlieger beim Straßenausbau gibt es für die Grundstückseigentümer der Straßen Tanneck und Raiffeisenstraße gute Nachrichten: Sie müssen für die Baumaßnahmen weniger zahlen, als bisher angenommen. Denn die Stadt muss sich an den Kosten mit zusätzlich 140  000 Euro beteiligen. Das hat eine aktuelle Überprüfung des Abrechnungsgebiets ergeben, bestätigte Bauamtsleiter Frank Thomsen gestern auf Nachfrage der Landeszeitung. Insgesamt vier städtische Flächen müssen nachträglich in die Kalkulation einbezogen werden.

Die umfangreichen Sanierungsarbeiten im Stadtteil Hoheluft waren bereits vor knapp vier Jahren abgeschlossen worden. Für Tanneck und einen Teil der Raiffeisenstraße gab es das komplette Paket: Neue Abwasser- und Gasleitungen, neue Straßendecke, neue LED-Beleuchtung. Gesamtkosten: 540  000 Euro. Die 260 Grundstückseigentümer müssen die gesetzlich vorgeschriebenen Straßenausbaubeiträge zahlen. Mit einem Anteil von 85 Prozent an den Gesamtkosten werden sie zur Kasse gebeten. Der Betrag bemisst sich für jeden Bürger nach der Größe der Grundstücke – bei der Totalerneuerung der Straße für alle Anlieger eine stolze Summe.

Doch auch der Stadt kommt der Ausbau teuer zu stehen. Nach Angaben von Thomsen sei die Überprüfung der beitragspflichtigen Flächen reine Routine gewesen. Dabei sei herausgekommen, dass die Stadt im Besitz von vier weiteren Flächen ist, die zum Gebiet Tanneck gehören. Diese müssen nachträglich in die Rechnung aufgenommen werden, sodass sich die Kosten für die Anlieger um 140  000 Euro verringern.

Zu den städtischen Grundstücken gehört auch die 3000 Quadratmeter große Grünfläche an der Eider, die in der Vergangenheit für reichlich Diskussionsstoff sorgte (wir berichteten). Die Alt-Anlieger sahen sich durch den Verkauf an einen Neu-Rendsburger um ihr Vorkaufsrecht gebracht. Inzwischen ist die Grünfläche zwar in dessen Besitz, doch da sie zum Zeitpunkt des Straßenausbaus noch städtisches Eigentum war, muss sich Rendsburg entsprechend an den Kosten beteiligen.

Den größten Teil der Beiträge haben die Anlieger bereits bezahlt, berichtet eine Tanneck-Anwohnerin, die ungenannt bleiben möchte. Die endgültige Abrechnung liege ihr aber noch nicht vor. Sie glaubt deshalb noch nicht daran, dass es tatsächlich zu einer Kosten-Erleichterung für sie und ihre Nachbarn kommen wird. „Es wurde viel mehr gemacht, als ursprünglich geplant war“, meint die Hausbesitzerin.

Über den Straßenausbau Tanneck wird auf der nächsten Sitzung des Bauausschusses am Dienstag, 12. Mai, ab 18 Uhr im Alten Rathaus beraten.

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