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Rendsburg-Eckernförde : Tagesmütter bekommen mehr Geld

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Der Kreis hat beschlossen, die Stundensätze auf 3,50 Euro zu erhöhen. Außerdem soll die Ein-Euro-Förderung für Kinder unter drei Jahren weitere zwei Jahre laufen.

shz.de von
erstellt am 22.Mai.2014 | 12:00 Uhr

Der Kreis stärkt die Tagesmütter in Rendsburg-Eckernförde. Der Jugendhilfeausschuss hat gestern beschlossen, die Förderung auf 3,50 Euro pro Stunde und Kind zu erhöhen. Zudem beteiligt sich der Kreis an der Betreuung von Kindern unter drei Jahren für weitere zwei Jahre mit einem Euro. Der Ausschuss fordert die Gemeinden auf, dies ebenfalls zu tun. In einem weiteren Beschluss hat der Ausschuss eine neue Sozialstaffel für Kindergärten auf den Weg gebracht. Sie schlägt mit 1,25 Millionen Euro zusätzlich pro Jahr zu Buche.

Die Erhöhung der Stundensätze für Tagesmütter geht auf einen Antrag der CDU vor zwei Jahren zurück. Zurzeit beträgt der Satz 3,10 Euro. Ab dem 1. August erhalten die Tagesmütter 40 Cent mehr pro Stunde und Kind. Die Eltern müssen derzeit ebenfalls 3,10 Euro pro Stunde bezahlen. Mit dem Beschluss wird dieser Beitrag ebenfalls auf 3,50 erhöht. Für die Erhöhung sind im Kreishaushalt bereits 25 000 Euro mehr veranschlagt worden. Ab 2015 sollen es 60 000 Euro sein. Bislang kostet die Förderung den Kreis insgesamt pro Jahr rund 760 000 Euro. Dabei schlägt die Förderung von Kindern unter drei Jahren stärker zu Buche, weil sie zusätzlich gefördert wird – die Eltern müssen einen Euro weniger pro Betreuungsstunde bezahlen. 134 der 165 Gemeinden im Kreis schießen ebenfalls einen Euro dazu. Der Ausschuss empfiehlt den Gemeinden, das weiterhin zu tun. Der Jugendhilfeausschuss hat gestern in einem weiteren Beschluss festgelegt, die Förderung von einem Euro pro Stunde auf weitere zwei Jahre zu verlängern, sofern der Kreistag zustimmt. Die Verwaltung schätzt das flexible Betreuungsangebot und hält es für eine günstige Alternative zu Kinderkrippen. Die Kindertagespflege sei eine wichtige Säule in der Betreuung, so der Beschluss.

Ab dem 1. Januar 2015 gilt im Kreis Rendsburg-Eckernförde eine neue Sozialstaffel für die Betreuung in Kindergärten. „Das ist ein Signal an die Familien im Kreis“, sagte Beate Nielsen, stellvertretende Vorsitzende des Jugendhilfeausschusses. Mit der Änderung wird der Gesetzeslage Rechnung getragen. Die hatte sich im vergangenen Jahr geändert. Seitdem müssen Eltern mit sehr geringem Einkommen keine Kindergarten-Gebühren mehr bezahlen. Bis dahin wurden ihnen noch 15 Prozent in Rechnung gestellt. Die neue Staffel kennt nun fünf Stufen. Wer unter der Einkommensgrenze liegt, zahlt nichts. In Schritten von jeweils fünf Prozent über dieser Grenze erhalten die Eltern Ermäßigungen von 75, 50 und 25 Prozent. Die Einkommensgrenze hängt von mehreren Faktoren ab, darunter auch die Höhe der Kindergartengebühren. Die werden von jeder Gemeinde selbst festgelegt. Das neue Staffelsystem kostet den Kreis 1,25 Millionen Euro mehr im Jahr, schätzt die Verwaltung. Über die finanzielle Basis wird laut Beate Nielsen nun mit den Trägern der Kindergärten gesprochen. Wenn das länger als geplant dauert, wird die Sozialstaffel erst zum 1. August 2015 eingeführt.

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